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aktualisiert 10.05.2011

Forst-Sachverständigenbüro Rittershofer

 

Wuchsgebiete

Wuchsgebiete in Bayern

Hier werden die Wuchsgebiete in Bayern mit ihrem Klima, ihrer Geologie, den dazugehörigen Böden in Zusammenhang mit den waldbaulichen Schwerpunkten und den dazugehörigen Forstämtern kurz umrissen.

1. Allgemeines

1.1 Definitionen:

Wuchsgebiet: geomorphologische Einheit (landschaftskundliche Gliederung)

Wuchsbezirk: ausgeschieden nach forstlichen Belangen einheitliches Regionalklima, Topographie, Bodensubstrate, Landschaftsgeschichte, natürliche Waldzusammensetzung

Teilwuchsbezirk: erhebliche Abweichung der Naturausstattung (Klima, Boden) auf größerer, abgrenzbarer Fläche von den durchschnittlichen Verhältnissen

Landschaftsgruppe: Zusammenfassung von WB mit sehr ähnlicher Naturausstattung und Waldgesellschaften

Einzellandschaft: WB der sich keiner Landschaftsgruppe innerhalb des WG zuordnen läßt

Höhenstufen im Harz (SW) in den Alpen

 

 

Höhenstufen im Harz

in den Alpen

 

in Meter über NN

in Meter über NN

planar

- 200

- 200

kollin

- 350 Ei/Bu, Ei

- 400

submontan

- 500 Bu/Ei, Bu

- 800 Bu

montan

- 750 Bu

- 1100 Fi-Ta-Bu

hochmontan

- 1000 Fi (?)

- 1400 Fi-Ta-Bu-Lä-Ah

subalpin

 

- 1900 Fi-Ah-Lä,Lä-Zir

alpin

 

- über 1900

Klima:
Bayerischer Durchschnitt:
øTemperatur: 7,5ºC; øNiederschlag:750 mm

atlantisch:
subatlantisch:
subkontinental:
kontinental:
subalpin:
alpin:

1. WG Untermainebene

Klima: N - 670-720 mm, Vegetationszeit 320-360 mm; øT - 9,5ºC, Vegetationszeit 16,5-17ºC; subkontinental

Höhenlage: 100-150 m NN

Geologie: pleistozäne Ablagerungen (Flug- und Dünensande (Terrassensande)

Waldbau: kein Staatswald; Elbh-reicher Auwald

1.1 WB Untermainebene

sehr waldarm, Flugsande, Flußterrassen, Löß, subkontinental

Forstämter: Aschaffenburg, Kleinwallstadt

2. WG Spessart-Odenwald

Klima: N - 680-1170 mm; Vegetationszeit 310-540 mm; øT - 7-9ºC, Vegetationszeit 14-16,5ºC; Vegetationstage: 150 subatlantisch, am Main trocken und warm

Höhenlage: 150-590 m NN

Waldbau: Erhaltung/Wiederbegründung von Laubwald; Ersatz schneebruchgefährdeter Kie durch Lä, Dgl; keine Erhöhung des Waldanteils, Erhaltung des Landschaftscharakters (Wiesentäler); Schneebruchgefahr vor allem bei Kie

2.1 WB Grundgebirgsspessart

Geologie: Gneise, Granite

-> Böden: sandige, grusige, podsolige Braunerden, quarzitische Härtlinge, Lößüberlagerung -> Landwirtschaft

Waldbau: Bu-Ei, kolline Ei-Bu, auf besseren Standorten mischbaumartenreich

Forstämter: Aschaffenburg, Schöllkrippen

2.2 WB Buntsandsteinspessart

2.2/1 TB Hochspessart

Geologie: Buntsandstein

-> Böden: mäßig trockene bis mäßig frische Sande Hochfläche mit tiefen, steilen Tälern (Sargdeckelberge)

Waldbau: Deutliche subatlantische Bu mit TEi; kurmainzisches Hofjagdgebiet -> Laubholz, Mast

Forstämter: Rothenbuch, Rohrbrunn

2.2/2 TB Nordspessart

Geologie: Oberer Buntsandstein

-> Böden: vernäßte Verebnungen aus schluffig-tonigem Material

Waldbau: deutlich subatlantische Bu mit TEi, heute viel Nadelwald als Folge der Glashütten (Pottasche)

Forstämter: Partenstein, Mittelsinn, Gemünden, Heigenbrücken, Schöllkrippen

2.2/3 TB Mainspessart

Geologie: toniger Plattensandstein

-> Böden: mäßig frische Sande mit Ton im Unterboden

Waldbau: Bu-Ei, kolline Ei-Bu, auf Röt-Tone mischbaumartenreich

Forstämter: Kleinwallstadt, Altenbuch, Marktheidenfeld, Lohr/Main

2.3 WB Bayerischer Odenwald

Forstämter: Miltenberg?

3. WG Rhön

Klima: N - 620-1100 mm Vegetationszeit 290-470 mm; øT - 4,5-8,5ºC, Vegetationszeit 11-15,5ºC; ø 140 Vegetationstage; (sub)atlantisch, an der Saale trocken-warm

- in der hohen Rhön rauh, windig, nebelig

Höhenlage: 200-930 m NN

Waldbau: Stabilisierung und Umbau instabiler Nadelholzbestände; Erhöhung des Laubholzanteils; Verjüngung überalterter Bu auf Basalt; Schneebruchgefahr

3.1 WB Vorrhön

Geologie: Oberer Buntsandstein

-> Böden: staunasse, schluffig-tonige Böden, großflächig Pseudogley auf Verebnungen (Ei einbringen)

Waldbau: kolline Ei-Bu, auf nährstoffkräftigen Substraten mischbaumartenreich

Forstämter: Gräfendorf, Hammelburg, Bad Kissingen, Steinach, Bad Neustadt, Bad Brückenau

3.1/1 TB Saale- und Sinn-Vorrhön

3.1/2 TB Östliche Vorrhön

3.2 WB Hohe Rhön

Geologie -> Böden:

  • Basalt -> eutrophe Lockerbraunerde auf Kuppen, Oberhängen, im NO flächig
  • Muschelkalk -> KVL, basaltüberrollt als schmales Band an den Basaltunterhängen
  • Buntsandstein (Röt) -> sandig-tonige Böden, in Verebnungen, Quellhorizont, LaWi
  • Plattensandstein -> Zweischichtböden
  • Hauptbuntsandstein -> Sandböden
  • Waldbau: deutlich subatlantische, montane Bu-Elbh-Wälder, große Wiesenflächen die z.T. mit Fi aufgeforstet werden -> Schneebruch, Windwurf -> Umbau auf Bu-Elbh; Bu-Elbh an Steilhängen, auf Basalt sehr schwierig zu verjüngen
  • Forstämter: Mellrichstadt, Bad Neustadt, Bad Brückenau, Bad Kissingen

    4. WG Fränkische Platte

    Klima: N - 550-750 mm, Vegetationszeit 280-390 mm; øT - 8-9ºC, Vegetationszeit 15-16ºC, 160 Vegetationstage
    - trocken-warm -> Weinbau, LaWi
    - leicht kontinental getönt

    Höhenlage: 100-420 m NN

    Waldbau: Elbh-Wirtschaft (Elsb, Spei), Ei-Wirtschaftswald, Wertholzproduktion, Bu-Elbh auf Muschelkalk, Kie-Wertholzproduktion im Kitzinger Sandgebiet, Bu läßt sich auf KVL nur sehr schwer verjüngen

    4.1 WB Nördliche Fränkische Platte

    Geologie: Muschelkalk teilweise mit Löß überdeckt

    -> Böden: KVL bzw. Feinlehm und Zweischichtböden; ->Feinlehm über KVL, Muschelkalk

    Waldbau: Ei-Bu meist mischbaumartenreich

    Forstämter: Arnstein, Schweinfurt, Münnerstadt, Bad Neustadt, Mellrichstadt

    4.1/1 TB Nördliche Gipskeuperplatte und Grabfeld

    Geologie: Lettenkohlenkeuper, Gipskeuper, Löß

    -> Böden: Zweischichtböden, sandige und tonige (dichte) Böden

    Waldbau: deutlich subkontinentale Ei-Mischwälder mit stärkerer Beteiligung von HBu, Li; auf nährstoffreichen, warmen Standorten SAh, FAh, Elsb, Spei, Kir, Birne

    Forstämter: Bad Königshofen

    4.2 WB Südliche Fränkische Platte

    Altsiedlungsgebiet, sehr waldarm

    Geologie: Muschelkalk, Löß

    -> Böden: Feinlehm, KVL, Zweischichtböden

    Waldbau: sehr waldarm; Ei-Mischwälder mit geringem Bu-Anteil (Mittelwälder)

    Forstämter: Würzburg, Arnstein, Schweinfurt

    4.2/1 TB Südliche Gipskeuperplatte

    Geologie: Gipskeuper, schmaler Streifen am Fuße des Keuperberglandes

    Waldbau: Ei-Mischwälder mit geringem Bu-Anteil

    Forstämter: Gerolzhofen, Wiesentheid, Uffenheim, Rothenburg

    4.2/2 TB Kitzinger Sandgebiet

    Geologie: Lettenkohlenkeuper, Löß, Flug- und Decksande, Terrassensande

    Waldbau: deutlich subkontinentale Ei-Mischwälder mit verstärkter Beteiligung von HBu, Li, z.T. Ei-Kie-Wälder

    Forstämter: Gerolzhofen, Wiesentheid, Schweinfurt

    5. WG Fränkischer Keuper und Albvorland

    Klima: N - 620-830 mm, Vegetationszeit 260-430 mm; øT - 7,5-9ºC, Vegetationszeit 14,5-16ºC; 150 Vegetationstage

    Höhenlage: 230-510 m NN

    Waldbau: Laubholzwirtschaft, Bu, Elbh, Ei; Begründung standortgemäßer Laubmischwälder; Einbringen von Lbh in Ndh (Kie); Kiefernwirtschaft (Bamberg, Reichswald)

    Landschaftsgruppe: Keuperbergland

    atlantisch getönt, milde, niederschlagsreiche Winter

    5.1 WB Haßberge

    Geologie: Gipskeuper, Sandsteinkeuper, Feuerletten, Rhätolias

    -> Böden: tonige, sandige Zweischichtböden

    Waldbau: Bu-Ei und kolline Ei-Bu-Wälder, auf nährstoffkräftigen Substraten mischbaumartenreich (v.a. Gipskeuper); Sonnenlagen: FAh, FUl, Kir, Elsb, Spei; Schattenlagen: BAh, BUl, Es

    Forstämter: Bad Königshofen, Ebern

    5.2 WB Steigerwald

    Geologie: Gipskeuper, Sandsteinkeuper

    -> Böden: tonig sandige Zweischichtböden, nach Streunutzung auch podsoliert

    Waldbau: Bu-Ei und kolline Ei-Bu-Wälder, auf nährstoffreichen Substraten mischbaumartenreich

    Forstämter: Eltmann, Ebrach, Burgebrach

    5.2/1 TB Südlicher Steigerwald

    Geologie: v.a. Gipskeuper

    -> Böden: tonig sandige Zweischichtböden

    Waldbau: Ei-Mischwälder mit geringem Bu-Anteil, ähnlich südlicher fränkischer Platte

    Forstämter: Uffenheim, Neustadt/Aisch

    5.3 WB Frankenhöhe

    Geologie: v.a. Gipskeuper, Sandsteinkeuper

    -> Böden: tonige, sandige Zweischichtböden

    Waldbau: Bu-Ei und kolline Ei-Bu-Wälder mit Ta auf nährstoffkräftigem Substraten mischbaumartenreich (v.a. Gipskeuper), sonnseitige Lagen: FAh, FUl, Kir, Elsb, Spei, schattseitige Lagen: BAh, BUl, Es

    Forstämter: Rothenburg, Ansbach, Neustadt/Aisch, Feuchtwangen

    Landschaftsgruppe: Keuperhügelland

    kontinental getönt, kalte trockene Winter, Spätfrost

    5.4 WB Itz-Baunach-Hügelland

    Geologie: Gipskeuper, Sandsteinkeuper, Feuerletten, Rhätolias, Dogger

    -> Böden: sandige Böden, z.T. mit Ton im Unterboden; nach Streunutzung podsoliert, Tonböden, meist landwirtschaftlich genutzt; Böden z.T. kalkhaltig

    Waldbau: Ei-Bu-Wälder, meist mischbaumartenreich

    Forstämter: Coburg, Lichtenfels

    5.5 WB Nördliche Keuperabdachung

    Geologie: Sandsteinkeuper, Feuerletten, Rhätolias, Talböden; kleinflächig Gipskeuper, Flug- und Decksande, Terrassenschotter und -sande

    -> Böden: sandige Böden, z.T. mit Ton im Unterboden; nach Streunutzung podsoliert, Tonböden, meist landwirtschaftlich genutzt; Böden z.T. kalkhaltig

    Waldbau: Ei-Wälder mit Kie, Bi; Ei-Bu-Wälder mit Li und e. Ta

    Forstämter: Bamberg, Neustadt/Aisch

    5.5/1 TB Regnitzsenke

    Geologie: Talfüllungen, Terrassenschotter und -sande, Flug- und Decksande, Feuerletten, Rhätolias

    -> Böden: Sand- und Zweischichtböden -> Hauptsmoorwald

    Waldbau: deutlich subkontinentale, bodensaure Kie-Ei-Wälder daneben Ei-Wälder mit Bi

    Forstämter: Bamberg, Forchheim, Erlangen, Scheßlitz

    5.6 WB Südliche Keuperabdachung

    Geologie: Sandsteinkeuper, in Talungen Gipskeuper, Jura, Talböden, würmeiszeitliche Schotter

    -> Böden: kleinflächig Lehmüberdeckungen

    Waldbau: Ei-Wälder mit Kie, Bi; Ei-Bu-Wälder mit Li, e. Ta

    Forstämter: Feuchtwangen, Heilsbronn, Gunzenhausen, Schwabach, Heideck, Ansbach, Dinkelsbühl

    5.6/1 TB Rezat-Rednitzsenke

    Geologie: Sandsteinkeuper, Terrassenschotter und Sande, Flug- und Decksande, kleinflächig Feuerletten, Rhätolias

    Waldbau: deutlich subkontinentale bodensaure Kie-Ei-Wälder daneben Ei-Wälder mit Bi; auf Niedermooren Fi-SEr, bzw. Fi-MBi

    Forstämter: Nürnberg, Feucht, Allersberg

    Landschaftsgruppe: Albvorland

    atlantisch getönt, wärme- und niederschlagsbegünstigt

    5.7 WB Nördliches Albvorland

    Geologie: Feuerletten, Rhätolias, Dogger, Talfüllungen, Sandsteine, Mergel, Tone, Schiefer, Kalke

    -> Böden: meist landwirtschaftlich genutzt

    Waldbau: kolline Ei-Mischwälder mit Bu; Ei-Bu-Wälder (mit HBu, Li), Übergänge zu submontanen Bu-Wäldern mit e. Ta; auf armen Sanden Kie-Ei-Wälder mit Bi

    Forstämter: Forchheim, Scheßlitz

    5.8 WB Südliches Albvorland

    Geologie: Feuerletten, Rhätolias, Dogger, Terrassenschotter und -sande, Flug- und Decksande, Löß und Lehmüberdeckung, Torf

    Waldbau: kolline Ei-Mischwälder mit Bu; Ei-Bu-Wälder (mit HBu, Li); Übergänge zu submontanen Bu-Wäldern mit e. Ta; auf armen Sanden Kie-Ei-Wälder mit Bi

    Forstämter: Neumarkt, Altdorf, Allersberg

    5.9 WB Ries

    Geologie: Impaktbreccie aus Grund- und Deckgebirge, Kraterfüllung aus Kalk, Mergel, Ton, Sandstein, Konglomerat, Terrassenschotter- und -sande, Löß, Lehm

    Waldbau: kolline Ei-Mischwälder (HBu, Li) mit e. Bu

    Forstämter: Monheim

    6. WG Frankenalb und Oberpfälzer Jura

    Klima: N - 660-1000 mm (ø 750); 820 mm im N, NW; 700 mm im S; 680 im O (Opf. Jura Regenschatten); Vegetationszeit 330-470 mm; øT - 7-8ºC, Vegetationszeit 14,5-15ºC; 148 Vegetationstage

    Höhenlage: 340-730

    Waldbau:

    • · Spätfrostgefahr auf allen Verebnungen, v.a. in Mulden der Albhochfläche
    • · trotz hoher Niederschläge (sehr) trocken, wegen Versickerung höhlenreichen Weißjura (Quellhorizont ist Opalinuston)(Dogger )
    • · Erhaltung und Begründung von Laubwald (Bu) in tiefen Lagen mit Ei, HBu, Li, auf Schattseiten mit Ta, auf trockenen Kreidesanden mit Kie
    • · Umbau rotfauler Fi, chlorotischer Kie, Dgl auf flachgründigen Kalkböden in naturnahe Bestockung
    • · auf tiefgründigem KVL massenreiche, stabile Fi-Bestände
    • · Bu, Lä mit Fi a.Z.
  • Landschaftsgruppe: Frankenalb
  • 6.1 WB Nördliche Frankenalb und Nördlicher Oberpfälzer Jura

    Geologie:

    • · Jura v.a. Malm, Kreide
    • · Dogger: Opalinuston, Eisensandstein, senoolithkalke, Ornatenton
    • · Malm: Impressamergel, Massenkalke
    • · Kreide: Sandsteine, Sande, Kalke
    • · einzelne Basaltkuppen, Decksand, Talfüllungen
  • -> Böden: - Alblehme; Rendzina - Terra fusca - KVL; - Braunerden (aus Eisensandstein); - Pseudogley
  • Waldbau: submontane Bu-Wälder mit Ei, Fi, e. Ta; auf Dolomitkuppen und armen Sanden Kie (heute weit verbreitet)

    Forstämter: Scheßlitz, Pegnitz, Betzenstein, Hersbruck, Neumarkt, Sulzbach-Rosenberg

    6.1/1 TB Veldensteiner Forst

    Geologie: Kreide, Sande

    Waldbau: deutlich subkontinentale, bodensaure Kie-Ei-Wälder daneben Ei-Wälder mit Bi auf Niedermooren Fi-SEr bzw. Fi-Bi

    Forstämter: Pegnitz, Betzenstein, Sulzbach-Rosenberg

    6.2 WB Südliche Frankenalb und Südlicher Oberpfälzer Jura

    Geologie: Jura, Malm, Kreide, Molasse, Alblehm, Lößlehm, Schichtkalke, (Solnhofener Platte)

    Waldbau: submontane Bu-Wälder mit Ei, Fi, e. Ta; auf Dolomitkuppen und armen Sanden Kie-Wälder; heute v.a. Fi (z.T. stabile Hochleistungsbestände

    Forstämter: Parsberg, Pielenhofen, Kehlheim, Riedenburg, Beilngries, Kipfenberg, Schernfeld, Eichstätt, Treuchtlingen

    6.2/1 TB Monheimer Höhensand

    Geologie: Tertiär (Jüngste Abteilung) Pliozän -> Sande Schotter

    Waldbau: submontane Bu-Wälder mit Ei, Fi, e. Ta; heute v.a. Fi (z.T. stabile Hochleistungsbestände)

    Forstämter: Monheim, Treuchtlingen

    6.2/2 TB Ingoldstädter Donaualb

    Geologie: Malm, Kreide, Tertiär, Lehm, Alblehme

    Waldbau: kolline Ei-Bu-Wälder, meist mischbaumartenreich (HBu, Li)

    Forstämter:

    6.3 WB Schwäbische Riesalb

    Geologie: Riesbreccie aus Grund- und Deckgebirge, Malm, Lehm

    Waldbau: submontane Bu-Wälder mit Ei, Fi, e. Ta

    Forstämter: Kaisheim, Dillingen

    6.3/1 TB Egaualb

    Geologie:

    • · Malm, Löß, Lehm, Molasse (Miozän, Süßwasser- und Meeresmolasse)
    • · Riesbreccien (Bunte Trümmermassen) v.a. aus Deckgebirge
    • · Rißeiszeitliche Schotter, Talfüllungen, Torf
  • Waldbau: kolline Ei-Bu-Wälder, meist mischbaumartenreich
  • Forstämter: Dillingen

    Landschaftsgruppe: Albabdachung

    6.4 WB Oberfränkisches Braunjuragebiet

    Geologie:

    • · Dogger: Opalinuston, Eisensandstein, Eisenoolithkalk, Ornatenton
    • · Rhätolias: Tone, Mergel, Sandsteine, Schiefer
  • Waldbau: kolline Ei-Mischwälder mit Bu; Ei-Bu-Wälder; Übergänge zu submontanen Bu-Wäldern mit Ta; auf armen Sanden Kie-Ei-Wälder mit Bi (auf Eisensandstein)
  • Forstämter: Pegnitz, Bayreuth

    6.5 WB Oberpfälzer Jurarand

    Geologie: Sandsteinkeuper, Feuerletten, Jura, Kreide, Tertiär; kleinflächig: Muschelkalk und Lettenkohlenkeuper, Buntsandstein, Rotliegendes

    -> Böden: arme Sande, trockene Rendzinen

    Waldbau: kolline Ei-Wälder mit Kie, Bi; Ei-Bu-Wälder mit Li (HBu)

    Forstämter: Regensburg, Burglengenfeld, Amberg

    7. WG Oberfränkisches Triashügelland

    Klima: N - 640-830 mm, Vegetationszeit 320-400 mm; øT - 7-8ºC, Vegetationszeit 14,5-15ºC; 145 Vegetationstage

    Höhenlage: 270-530 m NN

    Waldbau: Umbau dürftiger und schneebruchgefährdeter Kie in standortgerechtes Lbh; Dgl auf Buntsandstein möglich; Ei (Ta) zur Stabilisierung rutschgefährdeter Feuerletten

    7.1 WB Bruchschollenland

    Geologie: verworrener geologischer Aufbau; Rotliegendes, Buntsandstein, Muschelkalk; kleinflächig: Lettenkohlenkeuper, Gipskeuper, Terrassenschotter

    -> Böden: Sandböden, Rendzinen

    Waldbau: kolline Ei-Wälder mit Kie, Bi; Ei-Bu-Wälder mit Li (HBu, Ta)

    Forstämter: Neustadt bei Coburg, Kronach, Stadtsteinach, Bayreuth

    7.2 WB Obermainhügelland

    Geologie: Gipskeuper, Sandsteinkeuper, Feuerletten, Rhätolias, Sandsteine, Tone, Mergel

    Waldbau: kolline Ei-Wälder mit Kie, Bi; Ei-Bu-Wälder mit Li (HBu, Ta)

    Forstämter: Bayreuth, Lichtenfels

    8. WG Frankenwald, Fichtelgebirge und Steinwald

    Klima:

    • · N - 600-1160 mm Vegetationszeit 290-500 mm; øT - 5-7ºC, Vegetationszeit 12-14,5ºC; 100-120 Vegetationstage; 100-200 Nebeltage; rauhes, kühles, feuchtes Mittelgebirgsklima; nach Osten offene Landschaften im Regenschatten
    • · Bay. Vogtland, Selb-Wunsiedler-Bucht: N - 550-800 mm; øT - 5,5-7ºC;120-130 Vegetationstage; trocken-kühles Kontinentalklima; Frost während der gesamten Vegetationszeit möglich
  • Höhenlage: 360-1050 m NN
    • · 360-800 m NN Frankenwald
    • · 500-600 m NN Beckenlandschaft
    • · 600-1050 m NN Fichtelgebirge
  • Waldbau:
    • · Duft- und Eisbruch; Naßschneezone: Fichtelgebirge 600-800 m; Frankenwald 500-600 m
    • · Wiederbegründen autochthoner Hochlagen-Fi-Wälder mit Beteiligung von Ta, Bu, BAh, Vobe, Bi zur Stabilisierung gegen Schneebruch
    • · Nachzucht wertvoller Selber Höhen-Kie aus Naturverjüngung unter stammzahlreichem Überhalt gemischt mit Fi und geringem Lbh-Anteil (Bu, Li, HBu, REi)
    • · Umbau sich auflösender Fi-Bestände auf Basalt in Lbh-(Elbh)-Bestände
    • · Ta-Anbau auf labilen Zweischichtböden des Frankenwaldes
    • · Bergmischwald aus Bu-Ta-Fi erhalten bzw. wiederbegründen
  • Landschaftsgruppe: Frankenwald
  • herzynischer Mittelgebirgszug

    8.1 WB Frankenwald

    Geologie: Paläozoikum (Perm, Karbon, Devon, Silur, Ordovizium) Konglomerate, Grauwacken, Sandsteine, Ton-, Kiesel- und Quarzitschiefer, Quarzite, Dolomit- und Kalksteine, Magmatite und basische (auch saure) Tuffe

    -> Böden: Abtragungsbereiche: stabile Lockerlehmbraunerden; Sedimentationsbereiche: labile Zweischichtböden

    Waldbau: submontane bis montane Bu-Fi-Ta-Wälder mit BAh in tieferen Lagen Bu-Ei-Wälder mit Ta

    Forstämter: Rothenkirchen, Nordhalben, Bad Steben, Kronach, Stadtsteinach

    8.2 WB Münchberger Sattel

    Geologie: Para-, Ortho-, Bändergneis (Münchberger Gneismasse), alte Magmatite

    Waldbau: überwiegend submontane Bu-Fi-Ta-Wälder in tieferen Lagen auch Bu-Ei-Wälder z.T. mit Ta; auf armen Standorten Kie-Ei-Wälder; in kühleren Lagen auch Fi-Kie-Wälder

    Forstämter: Rehau, Bad Steben, Bayreuth, Stadtsteinach

    Landschaftsgruppe: Fichtelgebirge und Steinwald

    herzynischer Mittelgebirgszug

    8.3 WB Fichtelgebirge

    Geologie: Granite, Gneise, phylittische und quarzitische Schiefergesteine

    -> Böden:

    • · Abtragungsbereich: stabile, teilweise podsolierte, grusige, sandig-lehmige Braunerden mittlerer Basenversorgung
    • · Sedimentationsbereich: labile, oft blocküberrollte Fließerde-Podsole mit verdichtetem Unterboden
    • · labile Hang- und Muldengleye
  • Waldbau: - Submontane und montane Bergmischwälder mit höhenzonal und kleinstandörtlich wechselnden Anteilen von Bu, Ta, Fi, BAh u. a.; darüber hochmontane Fi-Wälder
  • besondere Bestockungsziele:

    • · Hochlagen-Fließerden: 90 Fi, 10 sLbh-Vobe, Bi
    • · Granitfelsen und Blockfelder: 100 sLbh-Vobe
    • · ungeschützte Hoch und Kammlagen: 80 Fi, 10 BAh, 10 sLbh
  • Forstämter: Goldkronach, Weißenstadt, Fichtelberg, Wunsiedel
  • 8.4 WB Brand-Neusorger Becken

    Geologie: Gneise, Basalt?

    -> Böden:

    • · Abtragungsbereich: stabile, teilweise podsolierte, grusige, sandig-lehmige Braunerden mittlerer Basenversorgung
    • · Sedimentationsbereich: labile, oft blocküberrollte Fließerde-Podsole mit verdichtetem Unterboden
    • · labile Hang- und Muldengleye
  • Waldbau: natürliche Bestockung:
    • · überwiegend submontane Bu-Fi-Ta-Wälder
    • · in tieferen Lagen auch Bu-Ei z.T. mit Ta
    • · auf armen Standorten Kie-Ei-Wälder
    • · in kühleren Lagen auch Fi-Kie-Wälder
  • Forstämter: Kemnath
  • 8.5 WB Steinwald

    Geologie: Granit, Gneis

    -> Böden: Abtragungsbereich: stabile, teilweise podsolierte, grusige, sandig-lehmige Braunerden mittlerer Basenversorgung; Sedimentationsbereich: labile, oft blocküberrollte Fließerde-Podsole mit verdichtetem Unterboden; labile Hang- und Muldengleye

    Waldbau: Submontane und montane Bergmischwälder mit höhenzonal und kleinstandörtlich wechselnden Anteilen von Bu, Ta, Fi, BAh u.a. (Bergmischwald), darüber hochmontane Fi-Wälder

    besondere Bestockungsziele:

    • · Hochlagen-Fließerden: 90 Fi, 10 sLbh-Vobe, Bi
    • · Granitfelsen und Blockfelder: 100 sLbh-Vobe
    • · ungeschützte Hoch und Kammlagen: 80 Fi, 10 BAh, 10 sLbh
  • Forstämter: Kemnath, Mitterteich
  • Landschaftsgruppe: Kontinental getönte Beckenlandschaften

    8.6 WB Bayerisches Vogtland

    Geologie: Ordovizium, Karbon (Silur, Devon); Phyllite, Konglomerate, Grauwacken, Sandsteine, Tonschiefer, Dolomite, Kalke alte Magmatite

    -> Böden: mächtige Verwitterungsdecken aus metamorphen Gesteinen meist landwirtschaftlich genutzt; stabile, tiefgründige Grus-, Sand-, Lehmböden

    Waldbau: Kontinental getönte Fi-Kie-Wälder, örtlich mit Ta

    Forstämter: Rehau

    8.7 WB Selb-Wunsiedler Bucht

    Geologie: Granit, Gneise, Basalt

    -> Böden: stabile, tiefgründige Grus-, Sand-, Lehmböden, mittlerer Nährstoffversorgung; nährstoffreiche, labile basaltische Lockerbraunerden

    Waldbau: Kontinental getönte Fi-Kie-Wälder örtlich mit Ta

    Forstämter: Selb, Wunsiedel

    9. WG Oberpfälzer Becken- und Hügellandschaft

    Klima: N - 640-810 mm, Vegetationszeit 330-410 mm; øT - 7-8ºC, Vegetationszeit 15-15,5ºC

    Höhenlage: 350-600 m NN

    Geologie:

    Waldbau: Zurückdrängen der Kie, Kie nur auf armen trockenen Sanden; Begründung standortgerechten Laubwaldes, auf besseren, frischen Böden Fi-Lbh-Bestände, Ei auf Zwangsstandorten mit HBu, Li

    9.1 WB Oberpfälzer Becken- und Hügellandschaft

    Geologie: Rotliegendes, Buntsandstein, Muschelkalk, Gips-, und Sandsteinkeuper, Kreide, Oberpfälzer Braunkohlentertiär, Terrassenschotter und -sande, Flug- und Decksande, Basaltkegel (Rauher Kuhm, Parkstein), flächiger Wechsel zahlreicher, gegeneinander verworfener Schollen

    -> Böden:

    • · Weidener Becken: feinsandige, schluffige Böden, häufig wechselfeucht, auf Trias schöne Laubholzbestände
    • · Kohlberger Höhen
    • · Amberg-Schwandorfer-Bodenwöhrer-Senke: arme, trockene Sande, aus Oberkreide, Tertiär, Terrassenschotter, Flugsande
  • Waldbau: deutlich subkontinentale, bodensaure Kie-Ei-Wälder, daneben Ei-Wälder mit Bi; auf Niedermooren Ei, SEr bzw. Fi-MBi-Wälder; örtlich wüchsige Bu-Fi-Ta-Bestände, Lbh-(Elbh)-Bestände
  • besondere Bestockungsziele:

    • · Sande: Mineralreich, mäßig frisch-frisch - Fi-Bu (Dgl); mineralarm, frisch Fi-Aspe; mineralarm, trocken 80-90 Kie, 10-20 Ei-HBu; mineralreich, mäßig trocken - mäßig frisch Ei-HBu
    • · Lehme: frisch Fi-Bu; betont frisch 90 Ah, Es, 10 Bu (Li); Tone Ei-Zwangsstandorte; Pseudogley: wechseltrocken Ei-Kir, Bu; wechselfeucht Fi/Ei-SEr-Aspe; Gley Fi-SEr-Aspe; periodisch trocken Kie-Ei
    • · Eisenverhüttung im Mittelalter -> Kahlschlag, Nadelholz, Streunutzung -> Melioration
  • Forstämter: Roding, Bodenwöhr, Pfreimd, Schnaittenbach, Weiden, Pressath, Kemnath, Sulzbach-Rosenberg, Amberg
  • 9.1/1 Hessenreuther Wald

    Klima: Niederschlagsreicher

    Geologie: Glimmer- und feldspatreicher, kräftiger Kreide-Feinsand

    -> Böden:

    Waldbau: wüchsige submontane Bu-Fi-Ta-Wälder

    Forstämter: Mitterteich

    10. WG Oberpfälzer Wald

    Klima: N - 620-1080 mm, Vegetationszeit 320-550 mm; øT - 5-8ºC, Vegetationszeit 12,5-15,5ºC, (Gebirgslagen) 140 Vegetationstage

    • · Senken (bis 600 m NN): im Regenschatten kontinental, kühl, trocken
    • · Gebirgszüge (über 600 m NN): kalt kontinental
    • · Cham-Further-Senke: nach Westen offen, nach Osten geschätzt -> atlantisch getönt
  • Höhenlage: 370-920 m NN
  • Geologie:

    Waldbau: auf Basalt Umbau von Fi in Bu-Elbh; zurückdrängen der Kie auf passende Standorte; Erhaltung/Begründung von Bergmischwald

    10.1 WB Mitterteicher Basaltgebiet

    Geologie: Flächige Basaltdecken, Granit

    -> Böden: nährstoffreiche Braunerden, neigen zur Pseudovergleyung (Basaltlehme), sehr krautwüchsig

    Waldbau:

    • · submontane Bu-Elbh-Ta (BAh, BUl, Es); Standort-BZ: keine führende Fi
    • · trocken: 80 Bu (Ah, Ul), 20 Lä
    • · frisch: 60 Bu (Ah, Ul), 10 Lä, 30 Fi
    • · sehr frisch: 90 Elbh, 10 Bu
    • · Verunkrautungsgefahr!
  • Forstämter: Mitterteich
  • 10.2 WB Waldsassener Schiefergebiet und Wiesauer Senke

    10.2/1 TB Waldsassener Schiefergebiet

    Geologie: Ton-, Phyllit- und Glimmerschiefer des Paläozoikums

    -> Böden: nährstoffarm bis nährstoffreich; nährstoffarme Schluffböden neigen zur Verschlämmung (Fischteiche)

    Waldbau: kontinental getönte SEi-WiLi mit HBu, heute v.a. Kie mit Fi-U/Z; Umbau auf Kie mit Bi bzw. Ei auf mtr.-mfr. nährstoffarmen Böden, auf Fi-Bu auf frischen Standorten

    Forstämter: Waldsassen

    10.2/2 TB Wiesauer Senke

    Geologie: Tertiär, Granit

    -> Böden: jungtertiäre Decken über umgelagerten Granitersatz; sandige und schluffige, wechseltrockene bis wechselfeuchte, häufig grundwasserbeeinflußte Böden

    Waldbau: kontinental getönte Fi-Kie, örtlich mit Ta

    Forstämter: Mitterteich, Tirschenreuth

    Landschaftsgruppe: Oberpfälzer Wald und Cham-Further-Senke

    10.3 WB Vorderer Oberpfälzer Wald

    Geologie: Gneise, Granite

    -> Böden: stabile, lockere (nährstoffreichere) Braunerden aus Gneis, blockreiche, grobkörnige, oft leicht podsolige (nährstoffärmere) Braunerden aus Granit

    Waldbau: überwiegend submontane Bu-Fi-Ta; in tieferen Lagen auch Bu-Ei z.T. mit Ta auf armen Standorten Kie-Ei; in kühleren Lagen auch Fi-Kie

    besondere BZ:

    • · auf trockenen, flachgründigen Block- und Felsstandorten: laubholzreiche Dauerbestockung aus Bu-BAh-Lä
    • · bis 550 m NN (darüber Schneebruchgefahr bei Kie): auf tr-mtr Standorten: Kie; auf mtr-mfr Standorten: Dgl
  • Forstämter: Tirschenreuth, Flossenburg, Vohenstrauß, Pfreimd, Waldmünchen, Roding
  • 10.3/1 TB Naab-Hügelland

    Forstämter: Flossenburg, Tirschenreuth

    10.4 WB Innerer Oberpfälzer Wald

    Geologie: Gneise, Granite

    -> Böden: stabile, lockere (nährstoffreichere) Braunerden aus Gneis blockreiche, grobkörnige, oft leicht podsolige (nährstoffärmere) Braunerden aus Granit

    Waldbau: submontane Bu-Fi mit Ta und montane Fi-Bu; keine Kie, Ei; ab 550 m NN große Schneebruchgefahr bei Kie; starker Duft und Eisanhang in exponierten Lagen

    Forstämter: Waldmünchen, Tännesberg, Vohenstrauß, Flossenburg, Tirschenreuth, Neunburg v. Wald

    10.5 WB Cham-Further-Senke

    Geologie: Gneis, wenig Granit, Gabbro, paläozoische Magmatite

    -> Böden: stabile, lockere (nährstoffreichere) Braunerden aus Gneis; blockreiche, grobkörnige, oft leicht podsolige (nährstoffärmere) Braunerden aus Granit

    Waldbau: überwiegend submontane Bu-Fi-Ta; in tieferen Lagen auch Bu-Ei z.T. mit Ta; leicht atlantisch getönt, relativ Ta-reich, waldbaulich günstig

    Forstämter: Kötzting, Roding

    11. WG Bayerischer Wald

    Klima: N - 710-1950 mm Vegetationszeit 390-920 mm; øT - 3,5-8ºC, Vegetationszeit 10-15,5ºC; 135 Vegetationstage

    • · kühl und niederschlagsreich kurze Sommer, lange schneereiche Winter
    • · Nebellagen, Duft- und Eisanhang
    • · wärmebegünstigte Hanglagen (= Inversionszone) 750 - 950 m NN v.a. Donaueinhänge
    • · Kaltluftseen in Mulden und Tälern
  • Höhenlage: 310-1450 m NN
  • Waldbau:

    • · Erhaltung/Begründung: submontaner Bergmischwälder und autochthoner, montaner Fi-Hochlagenwälder
    • · Erhaltung/Ausbreitung der Ta
    • · standortgerechte Wälder mit stabilem, stufigem Aufbau (Rottenstruktur)
    • · Schneebruchzone 800 - 1000 m NN, Duft- und Eisanhang
  • Landschaftsgruppe: Vorderer Bayerischer Wald
  • 11.1 WB Westlicher Vorderer Bayerischer Wald

    Geologie: Gneis, Granit (variskisches Gebirge); kleinflächig: Molasse, Lößlehm, Pfahlschiefer

    -> Böden: sandig, grusige Lehme wechselnder Zusammensetzung; Braunerden aus Gneis mit etwas besserer Nährstoffversorgung; Ca & Mg evtl. knapp verfügbar

    Waldbau: submontane Bu-Fi-Ta; in tieferen Lagen auch Ei-Bu, z.T. mit Ta (auch Kie-Ei und Fi-Kie); Ta im Vorteil an wärmebegünstigten Hanglagen

    Forstämter: Regensburg, Mitterfels, Roding

    11.1/1 TB Vorwaldrand

    Geologie: "bunte Geologie", Granite, Kreide, Sande (Jura, Molasse, Sandstein)

    -> Böden: Lehme

    Waldbau: Bu-Ei, Bu mit Ta und etwas Fi

    Forstämter: Regensburg, Mitterfels, Deggendorf

    11.2 WB Östlicher Vorderer Bayerischer Wald

    Geologie: Gneis, Granit, Diorit

    -> Böden: sandig, grusige Lehme wechselnder Zusammensetzung; Braunerden aus Gneis mit etwas besserer Nährstoffversorgung; Ca & Mg evtl. knapp verfügbar

    Waldbau: submontane und montane Bergmischwälder mit höhenzonal und kleinstandörtlich wechselnden Anteilen von Bu, Ta, Fi, BAh (u.a.), darüber montane bis hochmontane Fi/Fi-Ta, Bu zurücktretend

    Forstämter: Kötzing, Viechtach, Deggendorf, Freyung, Passau, Mitterfels

    11.2/1 TB Lallinger Winkel

    Geologie: Gneis, Granit, Diorit, Molasse, Lehm

    -> Böden: sandig, grusige Lehme wechselnder Zusammensetzung; Braunerden aus Gneis mit etwas besserer Nährstoffversorgung; Ca & Mg evtl. knapp verfügbar

    Waldbau: Bu-Ei, Bu mit Ta und etwas Fi; wärmebegünstigte Donaueinhänge

    Forstämter: Deggendorf

    11.2/2 TB Ilzvorland

    Geologie: Gneis, Granit, Diorit, Molasse, Lehm, Kalk- und Dolomitmarmor, Amphiboliteinlagerungen im Paragneis

    -> Böden: sandig, grusige Lehme wechselnder Zusammensetzung; Braunerden aus Gneis mit etwas besserer Nährstoffversorgung; Ca & Mg evtl. knapp verfügbar

    Waldbau: Bu-Ei, Bu mit Ta und etwas Fi; wärmebegünstigte Donaueinhänge

    Forstämter: Passau

    Einzellandschaft: Innerer Bayerischer Wald

    11.3 WB Innerer Bayerischer Wald

    Geologie: Gneise, Granit, Glimmerschiefer; durch Eiszeiten geprägt: Wechsel von Frost-Tauperioden, Solifluktion, Firnfelder, Fließerdedecken an Unterhängen bzw. Tälern durch Abfluß mächtiger Erdmassen aus den Höhen, Firnbodenschutt auf Verebnungen; Verfestigung alter Schuttdecken durch auflastendes Firneis; Firneisgrundschutt an Hängen; Moränen -> Bildung von Karseen (Rachelsee)

    -> Böden:

    • · Hochlagen > 1100 m NN; flachgründige, stein- und felsreiche Böden über eiszeitlichem Schutt
    • · Hanglagen 700 - 1100 m NN: mittelgründige, oft lehmreiche Böden guter Nährstoffversorgung, oft wasserzügige Böden, wärmebegünstigt
    • · Tallagen < 700 m NN: bis 8 m mächtige Fließdecken, häufig feinerdereich, verdichtungsgefährdet, Gleyebildung, Naßböden, Moore, Kaltluftseen
  • Waldbau: Submontane und montane Bergmischwälder mit höhenzonal und kleinstandörtlich wechselnden Anteilen von Bu, Ta, Fi (u.a.), darüber montane bis hochmontane Fi (Fi-Ta), in den Hochlagen autochtone Fi mit Vobe, ohne Bu, Ta, in den Mulden und Tälern (Kaltluft) Fi mit Ta, MBi, ohne Bu
  • Standort Bestockungsziel:

    • · Hochlagen: Fi mit Vobe auf steinigem Lehm
    • · Einhängen und Mulden: Bergmischwald
    • · Hanglagen: Bergmischwälder:
      • n obere H.: 70 Fi, 20 Bu, 10 Ta
      • n untere H.: 70 Fi, 10 Bu, 20 Ta
    • · Tallagen: Fi mit MBi in Kaltluft-Spätfrost-Zone, Bu fehlt in Mulden in Mulden auch Ta, keine SEr
    • · mineralische Naßböden: 80 Fi, 20 Ta (Bi, Aspe)
    • · org. Naßböden: 90 Fi, 10 MBi (Wurzeln erreichen Mineralboden nicht)
  • Forstämter: Bodenmais, Regen, Mauth, Neureichenau, NP Grafenau
  • 12. WG Tertiäres Hügelland

    Klima: N - 630-990 mm, Vegetationszeit 350-570 mm; øT - 7-8,5ºC, Vegetationszeit 13,5-16ºC; 150 Vegetationstage; (schwach) subatlantisch im Westen subkontinental im Osten, lange Vegetationszeit

    Höhenlage: 300-650 m NN (Westen: 450 - 650 m NN)

    Waldbau: Auwaldwirtschaft, starkes Elbh, Pa-Wirtschaft; Umbau von Fi auf Pseudogley/Gley in Mischbestände aus BAh, Ta, Ei, HBu, Li; Einbringung von Ta (Ei)-Streifen zur Stabilisierung; Verjüngung im Saum-Femel-Schlag und Bayerisch-Kombiniertes-Verfahren

    Landschaftsgruppe: Flußniederungen

    Geologie: Spät- und postglaziale Schotter, Niederterrassen, Talfüllungen, Torf

    -> Böden:

    • · Auenböden: überwiegend kalkhaltig, durch Flußbegradigung ohne Auendynamik, häufig ohne Grundwasseranschluß
    • · große Niedermoore (Donauried, -moos) dort wo der Grundwasserstrom austritt
  • Waldbau:
    • · Auen z.T. Hochleistungsstandorte für BAh, BUl, Es, Er
    • · Deutlich subkontinentale, kolline, Elbh-reiche Auwälder
    • · Auf älteren Flußterrassen SEi-Mischwälder (Ausnahme: 12.2/2 Donaumoos, 12.3/2 Gäuland)
  • 12.1 WB Donauried
  • Geologie:

    -> Böden:

    Waldbau:

    Forstämter: Dillingen, Krumbach, Weißenhorn, Kaisheim

    12.2 WB Ingoldstädter Donauniederung

    12.2/1 Donauau

    Forstämter: Neuburg/D., Geisenfeld, Beilngries, Siegenburg

    12.2/2 Donaumoos

    Waldbau: SEr-Bruchwald des Mooses; SEr- und Es-reiche Auwälder

    Forstämter: Neuburg/D., Geisenfeld

    12.3 WB Ostbayerische Donauniederung

    12.3/1 Donauau

    Forstämter: Deggendorf, Mitterfels

    12.3/2 Gäuland

    Geologie: v.a. Löß

    Waldbau: deutlich subkontinentale Ei-Mischwälder mit HBu, Li v.a. auf besseren Standorten auch BUl, in wärmeren Zonen auch Spei, Kir, Birne

    Forstämter: Deggendorf, Mitterfels

    12.4 WB Unteres Lechtal

    Forstämter: Kaisheim, Biburg, Aichach, Schwabmünchen

    12.5 WB Unteres Isartal

    Forstämter: Landshut, Landau/Isar, Deggendorf

    12.6 WB Unteres Inntal

    Forstämter: Griesbach, Simbach/Inn

    Einzellandschaft: Mittelschwäbisches Schotterriedel- und Hügelland

    12.7 WB Mittelschwäbisches Schotterriedel- und Hügelland

    Geologie: Süßwassermolasse: Schotter, Sande, Mergel, Tone, Konglomerate, Deckenschotter (Nagelfluh), Löß, Lößlehm, Talfüllungen, Torf, grob- bis feinsandige, schluffige Tone, Fließerden

    -> Böden: Leistungsfähigkeit der Standorte hängt stark von der Lößlehmbildung ab

    • · Untergrund: lettig -> wechseltrocken bis wechselfeucht, labil
    • · Sandig -> frisch, stabil
    • · sonn- und windseitige Hänge -> sandig, kiesig, podsolig
    • · höchste, älteste Terrassen -> wenig leistungsfähig
    • · jüngere, tiefere Terrassen -> vernäßt, labil
    • · Hochleistungsstandorte: an den Hängen mit Wasserzug und genügend Nährstoffen, auf kieshaltigem Lehm bei geringmächtiger, lockerer Lößlehmauflage
  • Waldbau:
    • · submontane Bu-Ei, Bu mit Ta , Fi
    • · auf Feinlehm-Pseudogley 70 Fi, 10-15 Ta, 5 Bu 5-10 Ei, Li im Saum-Femel-Schlag
    • · auf labilem Pseudogley 60 Fi, 15-20 Ta, 20 Li, HBu, 10 Ei, HBu, Li, 10 Bu
    • · Stabilisierungskonzept:
      • n Streifen 20-30 m breit, Abstand 200-300 m
      • n Gruppen im Bestand Ta 2x2 m gepflanzt, nach Sicherung des Wuchsvorsprungs mit Bu, Li auffüllen.
      • n Ei Problem des instabilen Schirms
      • n auf Naßgley: 50 SEr, 30-40 Fi, 10-20 Ta
      • n Fi auf weniger vernäßten Partien
      • n Es auf wasserzügigen Stellen
  • Forstämter: Weißenhorn, Illertissen, Krummbach, Zusmarshausen, Schwabmünchen, Mindelheim, Kempten
  • 12.7/1 TB Biburger Hügelland

    Waldbau: kolline SEi-Bu mit HBu, Li etwas Ta, Kie

    Forstämter: Biburg

    12.7/2 TB Illerau

    Geologie: vgl. 12.1 Donauried

    -> Böden: vgl. 12.1 Donauried

    Waldbau: vgl. 12.1 Donauried

    Forstämter: Illertissen, Weißenhorn

    12.7/3 TB Donauschwäbisches Hügelland

    Waldbau: kolline Ei-Bu mit HBu, Li, meist Mischbaumartenreich

    Forstämter: Biburg, Dillingen, Krumbach, Weißenhorn

    Landschaftsgruppe: Tertiärhügelland

    Geologie:

    • · Süßwassermolasse: Schotter, Sande, Mergel, Tone, Konglomerate, Deckenschotter (Nagelfluh), Löß, Lößlehm, Talfüllungen, Torf, gorb- bis feinsandige, schluffige Tone, Fließerden
    • · tertiäre Ablagerungen nach Osten zunehmend kiesig und häufiger mit Mergel
    • · magere Sande bei Geisenfeld-Münchsmünster, östlich Donauau, Donaumoos
    • · typische Hügelformen:
      • n Westen -> Steilanstieg: sandig, kiesig, podsolig -> Kie-Ei
      • n Osten: flach ausstreichend, Lößüberlagerung
  • 12.8 WB Oberbayerisches Tertiärhügelland
  • Waldbau: kolline SEi-Bu mit HBu, Li und wenig Ta, Kie; auf armen Sanden Kie-Ei

    Forstämter: Aichach, Schrobenhausen, Geisenfeld, Freising, Dachau

    12.8/1 TB Aindlinger Terrassentreppe

    Forstämter: Aichach, Neuburg/D., Kaisheim, Biburg

    12.9 WB Niederbayerisches Tertiärhügelland

    12.9/1 TB Westliches Niederbayerisches Tertiärhügelland

    Waldbau: kolline SEi-Bu mit HBu, Li, und wenig Ta, Kie; auf armen Sanden Kie-Ei

    Forstämter: Siegenburg, Landshut, Regensburg, Landau, Straubing

    12.9/2 TB Östliches Niederbayerisches Tertiärhügelland

    Waldbau: SEi-Bu mit Ta, Fi

    Forstämter: Landshut, Landau, Griesbach, Simbach, Ebersberg, Mühldorf, Altötting

    12.9/3 TB Neuburger Wald

    Geologie: Meeresmolasse, Lößlehm, kleinflächig: Gneise, Granit

    Waldbau: überwiegend submontane Bu-Ei, Bu mit Ta, Fi

    Forstämter: Griesbach im Tottal

    13. WG Schwäbisch-Bayerische Schotterplatten- und Altmoränenlandschaft

    Klima: N - 810-1230 mm Vegetationszeit 430-720 mm, øT - 6,5-8ºC, Vegetationszeit 13,5-15,5ºC 150 - 160 Vegetationstage; im Vorallgäu 6,5/13,5ºC, 140 Vegetationstage

    • · günstiges Klima für das Waldwachstum, ABER: starke Spätfröste auf der Schotterebene bis Mitte Juni
    • · Schotterplatten: subkontinental mit langer Vegetationszeit
    • · Altmoränen: hohe Niederschläge im Alpenstau, warm durch Föhn
  • Höhenlage: 400-770 m NN
  • Waldbau:

    • · Fi-wirtschaft auf stabilen Hochleistungsstandorten
    • · Stabilisierung der Fi auf labilen, wechselfeuchten Standorten durch Ta, SEr, Ei
    • · Anreicherung der Nadelwälder südlich von München mit Lbh (Ei, HBu, Li, Bu)
    • · Begründung von Bu-Fi-Ta
  • Landschaftsgruppe: Schotterplatten
    • · Rißeiszeitliche (Hochterrassen), würmeiszeitliche (Niederterrassen) und postglazialer Schotter
    • · Talfüllungen, Torfe, Kalktuff, Lößlehm
    • · kleinflächig: Altmoränen
    • · Niederterrassen: jünger flachgründiger
    • · Hochterrassen: älter, geringmächtiger Lößlehm, gut drainierte, stabile Feinlehme mit Spitzenleistungen der Fi
    • · verdichtete Altmoränen: labile Schluff- und Tonlehme
  • 13.1 WB Lechfeld
  • Waldbau: deutlich subkontinentale SEi-Kie, daneben SEi-Mischwälder

    Forstämter: Schwabmünchen

    13.2 WB Münchner Schotterebene

    13.2/1 TB Südliche Münchner Schotterebene

    Geologie:

    -> Böden:

    Waldbau: Bu mit SEi, Fi, Ta, auf Niederterrasse z.T. mit etwas Kie, dort fast Ta-frei, natürliche Bestockung im 19. Jhd in Fi-Forste umgewandelt

    Forstämter: München, Starnberg, Fürstenfeldbruck, Anzing, Wasserburg

    13.2/2 TB Nördliche Münchner Schotterebene

    Waldbau: deutlich subkontinentale SEi-Kie, daneben SEi-Mischwälder; im 19. Jhd in Kie-Forste umgewandelt

    Forstämter: München

    13.2/3 TB Moose und Auen nördlich Münchens

    Geologie -> Böden:

    Grundwasserstrom auf stauender Molasse streicht aus -> große Niedermoore (Dachauer-, Erdinger Moos), Torf, Kalktuff

    Waldbau:

    • · SEr-Bruchwälder der Moore
    • · SEr-, Es-reiche Auwälder
    • · an der Isar: deutlich subkontinentale Elbh-reiche Auwälder
    • · auf älteren Terrassen: SEi-Mischwälder
  • Forstämter: München, Freising, Ebersberg
  • 13.3 WB Mühldorfer und Öttinger Schotterfelder

    Waldbau: deutlich subkontinentale Ei-Mischwälder mit HBu, Li, auf günstigeren Standorten mit FAh, SAh, BUl, WObst

    Forstämter: Mühldorf, Altötting

    Einzellandschaft: Vorallgäu

    13.4 WB Vorallgäu

    Geologie: Altmoränen (Riß, Mindel); Obere Süßwassermolasse mit Hoch-/Niederterrassenschotter, Talböden, Lößlehm

    -> Böden: ähnlich wie auf Schotterplatten

    Waldbau: Fi-Hochleistungsstandorte Denklingen, Sachsenhausen; submontane bis montane Bu-Ta mit Fi und etwas Elbh (BAh, BUl, Es)

    Forstämter: Kempten, Kaufbeuren, Landsberg

    Landschaftsgruppe: Altmoränenlandschaften

    Geologie: Altmoränen (Riß, Mindel), Lößlehm; kleinflächig: Hoch-/Niederterrassenschotter, Talfüllungen, Torf

    -> Böden: labile, wechselfeuchte Schluff-/Tonlehme, tief verwittert, entkalkt, Vergrasungsgefahr, Rohhumusauflage, podsolige Braunerden

    Waldbau: schwer natürlich zu verjüngen

    13.5 WB Landsberger Altmoräne

    Waldbau: submontane Bu mit SEi, Fi, Ta

    Forstämter: Landsberg

    13.6 WB Isener Altmoräne und Hochterrasse

    Waldbau: submontane Bu mit SEi, Fi, Ta; heute massenreiche Fi-Bestände

    Forstämter: Ebersberg, Mühldorf

    13.7 WB Trostberger Altmoräne und Hochterrasse

    Waldbau: submontane Bu-Ta mit Fi mit etwas Elbh (Es, BAh, BUl); heute meist massenreiche Fi-Bestände

    Forstämter: Traunstein, Altötting, Mühldorf

    14. WG Schwäbisch-Bayerische Jungmoräne und Molassevorberge

    Klima: N - 950-1790 mm; Vegetationszeit 560-1100 mm; Alpenstau, Sommermaximum
    øT - 6,5-8,5ºC, Vegetationszeit 13-15,5ºC an Bodensee und Inn höher
    130 - 160 Vegetationstage, an Bodensee und Inn: 160 - 170
    günstig für Waldwachstum, Bodensee und Rosenheimer Becken wärmebegünstigt

    Höhenlage: 380-1050 m NN

    Waldbau: Fi-Wirtschaft auf Hochleistungsstandorten; Stabilisierung der Fi durch Ta; Bergmischwald (Fi, Ta, Bu)

    14.1 WB Bayerische Bodenseelandschaft

    Geologie: Jungmoräne aus zentralalpinem Material

    -> Böden: tiefgründige, grusig-sandige, saure Lehmböden (Braunerden)

    Waldbau: wärmebegünstigt, lange Vegetationszeit, Bu mit SEi, Fi, Ta, auf Jungmoräne mit etwas Kie, heute waldarm

    Forstämter: Immenstadt

    14.2 WB Westallgäuer Hügelland

    Geologie: Süßwassermolasse -> Schotter, Sande, Mergel, Tone, Konglomerat, Jungmoräne, Niederterrassenschotter

    -> Böden: podsolige Braunerden mit Versauerungstendenz, tiefgründige, sandig-grusige, saure Lehmböden

    Waldbau: montane Bu-Ta-Fi mit Elbh

    Forstämter: Immenstadt

    14.3 WB Schwäbische Jungmoräne und Molassevorberge

    Geologie: Jungmoräne; Meeres- und Süßwassermolasse -> Konglomerate; Niederterrassenschotter, Talfüllungen, Torf

    Waldbau: Montane Bu-Ta-Fi mit Elbh; Er-Bruchwälder auf Niedermooren; Latsche/Spirke auf Hochmooren

    Forstämter: Füssen, Kempten, Kaufbeuren

    14.4 WB Oberbayerische Jungmoräne und Molassevorberge

    Geologie -> Böden:

    • · Jungmoräne (Grund- und Endmoräne)
      • n kalkalpin: flachgründige, kalkreiche, tonig-schluffige Lehmböden, z.T. auch sandig-kiesig
        • o Endmoränen: locker, ohne Lößlehmauflage, z.T. initiale Humuskarbonatböden
        • o Grundmoräne: stark variierende Anteile von Kies, Schluff, Ton in Lehmböden. An Kuppen/Hängen sog. “Hartböden” durch Gletscherdruck verdichtete Parabraunerden -> Pseudovergleyung
      • n zentralalpin: tiefgründige, grusig-sandige, saure Lehmböden
    • · Molasseberge (Tauben-, Tisch-, Peißenberg)
      • n Nagelfluh, Sandstein, Mergel podsolierte Braunerden mit Versauerungstendenz
      • n Quellen, Rinnen, Tobel, Hangrutschungen
    • · Hoch- und Niederterrassenschotter geregelt, sortiert
    • · Tälchen, Mulden: Anmoorgley (mineralische Weichböden)
    • · in ebener Lage: Niedermoore = Möser, Hochmoore = Filzn; Torfe, Seeabsätze (Seetone, Seekreide)
    • · Altmoränen
    • · Hauptstandorte:
      • n frische, stabile, kiesige Lehmböden
      • n stabile, z.T. podsolierte, kieshaltige Tonböden
  • 14.4/1 TB Westliche kalkalpine Jungmoräne
  • Waldbau:

    • · submontane bis montane Bu-Ta mit Fi, etwas Elbh (Es, BAh, BUl)
    • · Kalkmoräne günstig für Bu
    • · Stabilisierung mit Ta und stufigem Bestandsaufbau
    • · Verjüngungsziel: 55 Fi, 20 Ta, 20 Bu, 5 Er; Bu nicht auf Pseudogley
  • Forstämter: Starnberg, Wolfratshausen, Seeshaupt, Schongau, Landsberg, Murnau, Bad Tölz
  • 14.4/2 TB Inn-Jungmoräne

    Waldbau:

    • · submontane Bu mit SEi, Fi, Ta auf Jungmoräne und Niederterrasse z.T. mit etwas Kie
    • · Niederterrasse fast Ta-frei
    • · zentralalpine Jungmoräne mit höherem natürlichen Fi-Anteil
    • · in tieferen Lagen (< 650 m NN) auch höherer Ei-Anteil
  • Forstämter: Wasserburg, Rosenheim
  • 14.4/3 TB Östliche kalkalpine Jungmoräne

    Waldbau: s.o.

    Forstämter: Traunstein

    15. WG Bayerische Alpen

    Klima: N - 1320-2810 mm, bis 50% Schnee, Vegetationszeit 700-1340 mm, Alpenstau hohe Sommerniederschläge, øT - 2-8ºC, Vegetationszeit 7-15ºC, 70 - 160 Vegetationstage

    • · atlantisch im Westen, kontinental im Osten
    • · rauh, Föhntäler wärmebegünstigt
    • · schroffe Übergänge und starke Schwankungen im Witterungsverlauf
    • · sonn- und schattseitige Lagen deutlich unterschiedlich
    • · Maximum an Feuchtigkeit, Minimum an Wärme
  • Höhenlage: 600-2960 m NN
  • Waldbau: Schwerpunkte: Schutzwaldsanierung, Bergmischwald erhalten /wiederbegründen

    Landschaftsgruppe: Bayerische Voralpen

    15.1 WB Kürnacher Molassebergland

    Geologie -> Böden:

    • · Süßwasser- und Meeresmolasse
    • · Nagelfluh, Sandsteine, Mergel in Wechselschichtung
    • · Rudimente tertiärer Böden
    • · kleinflächig: Jung-, Altmoräne, Talfüllungen
    • · tiefgründige gut drainierte Lehmböden bis schluffig-tonige rutschgefährdete Böden
  • Waldbau: submontane und montane Bergmischwälder, darüber hochmontane Fi-Ta
  • Forstämter: Immenstadt

    15.2 WB Allgäuer Molassevoralpen

    Geologie -> Böden:

    • · Süßwasser- und Meeresmolasse (gefaltet)
    • · mächtige Konglomerate, Sandsteine, Tone, Mergel
    • · Jungmoräne, Schuttflächen, Talfüllungen, Torfe
    • · tiefgründige gut drainierte Lehmböden bis schluffig-tonige rutschgefährdete Böden
  • Waldbau:
    • · submontane und montane Bergmischwälder, darüber hochmontane Fi-Ta
    • · Bu fehlt zuerst, dann auch Ta (ab 1500 m NN auch Ta)
    • · auf schweren, wasserzügigen Böden GEr
  • Forstämter: Immenstadt
  • 15.3 WB Allgäuer Flysch- und Helveticumvoralpen

    Geologie -> Böden:

    • · Flysch: Kalke, Quarzite, Sandsteine, Zementmergel
    • · Helvetikum: Kalksteine, Kalkmergel, Oolith- und Kieselkalke, Mergel Sandsteine, Glaukonit
    • · Jungmoräne: Schuttflächen, Talfüllungen, Torfe
    • · meist: schluffige, Sandig schluffige und tonige Böden, z.T. extrem rutschgefährdet (Braunerden, Pseudogley, Gley, Terra fusca)
    • · tiefgründige gut drainierte Lehmböden (meist stabile Braunerden)
  • Waldbau: submontane und montane Bergmischwälder, darüber hochmontane Fi-Ta; tiefwurzelnde Dauerbestockung, Gebirgsplenterung
  • Forstämter: Sonthofen

    15.4 WB Oberbayerische Flysch-Voralpen

    Geologie -> Böden:

    • · Flysch: Kalke, Quarzite, Sandsteine, Zementmergel
    • · meist schluffige, Sandig schluffige und tonige Böden, z.T. extrem rutschgefährdet
  • Waldbau: submontane und montane Bergmischwälder, darüber hochmontane Fi-Ta
  • 15.4/1 TB Ammergauer Flyschberge

    Forstämter: Füssen, Oberammergau

    15.4/2 TB Tegernseer Flyschberge

    Forstämter: Bad Tölz, Schliersee, Rosenheim

    15.4/3 TB Teisendorfer Flyschberge

    Forstämter: Ruhpolding, Teisendorf, Bad Reichenhall

    15.5 WB Mittlere Bayerische Alpen

    Geologie:

    • · Hauptdolomit, Plattenkalk
      • n im Norden kleinflächiger Wechsel von: Partnachschichten, Wettersteinkalk, Raibberschichten, Rhät, Jura, Kreide
      • n Mergel, Sandstein, Konglomerate, Breccie, Kalke, Dolomite, Schiefertone, Tonmergel
  • -> Böden: großflächig: flachgründige, steinige Humuskarbonatböden; kleinflächig: schluffig-tonige Böden (meist vernäßt)
  • Waldbau:

    • · submontane und montane Bergmischwälder (e. BAh-Es-Ul-Schluchtwälder)
    • · darüber hochmontane Fi-Ta
    • · darüber z.T. subalpine Fi
    • · darüber auf trockenen Kalkstandorten -> Latschenfelder, auf wasserzügigen, schweren Böden -> Grünerle
    • · an Prallhängen der Föhntäler: Kie und Kie-Fi
    • · auf Talschottern: Spirke
  • Forstämter: Füssen, Oberammergau, Garmisch-Partenkirchen, Murnau, Mittenwald, Fall, Bad Tölz, Schliersee, Kreuth, Rosenheim
  • 15.6 WB Chiemgauer Alpen und Saalforstamt Unken

    Geologie:

    • · Plattenkalk, Hauptdolomit tritt zurück
    • · im Norden kleinflächiger Wechsel von: Partnachschichten, Wettersteinkalk, Raibberschichten, Rhät, Jura, Kreide
    • · Mergel, Sandstein, Konglomerate, Breccie, Kalke, Dolomite, Schiefertone, Tonmergel
  • -> Böden:
    • · großflächig: flachgründige, steinige Humuskarbonatböden
    • · kleinflächig: schluffig-tonige Böden (meist vernäßt)
  • Waldbau:
    • · submontane und montane Bergmischwälder (e. BAh-Es-Ul-Schluchtwälder)
    • · darüber hochmontane Fi-Ta
    • · darüber z.T. subalpine Fi
    • · darüber auf trockenen Kalkstandorten -> Latschenfelder, auf wasserzügigen, schweren Böden -> Grünerle
    • · an Prallhängen der Föhntäler: Kie und Kie-Fi
    • · auf Talschottern: Spirke
  • Forstämter: Marquartstein, Ruhpolding, Bad Reichenhall, Unken
  • 15.7 WB Allgäuer Hochalpen

    Geologie: Hauptdolomit, Jura (Mergel, Kalk) im Norden Flysch, Helveticum

    -> Böden: flachgründige, steinige Humuskarbonatböden, schluffig-tonige Böden (meist vernäßt)

    Waldbau:

    • · submontane und montane Bergmischwälder (e. BAh-Es-Ul-Schluchtwälder)
    • · darüber hochmontane Fi-Ta
    • · darüber z.T. subalpine Fi, Latschenfelder, Grünerlengebüsche
  • Forstämter: Sonthofen
  • 15.8 WB Karwendel und Wettersteinmassiv

    Geologie: Wettersteinkalk, Hauptdolomit, Plattenkalk, Partnachschichten (Tonschiefer, Schiefertone, Mergel), Raibberschichten

    -> Böden: flachgründige, steinige Humuskarbonatböden schluffig-lehmige, tonige Böden (meist vernäßt)

    Waldbau:

    • · submontane und montane Bergmischwälder (e. BAh-Es-Ul-Schluchtwälder)
    • · darüber hochmontane Fi-Ta
    • · darüber z.T. subalpine Fi und subalpine Lä-Zirbe mit Fi
    • · Latschenfelder, Grünerlengebüsch
  • Forstämter: Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald
  • 15.9 WB Berchtesgadener Hochalpen und Saalforstämter St. Martin und Leogang

    Geologie:

    • · Ramsaudolomit, Dachsteinkalk, Hallstädter Kalk
    • · kleinflächig: Jura, Kreide, Jungmoränen, Schuttflächen
  • -> Böden: flachgründige, steinige Humuskarbonatböden, schluffig-lehmige, tonige Böden (meist vernäßt)
  • Waldbau:

    • · submontane und montane Bergmischwälder (e. BAh-Es-Ul-Schluchtwälder)
    • · darüber hochmontane Fi-Ta
    • · darüber z.T. subalpine Fi und ausgeprägte subalpine Lä-Zirbe mit Fi
    • · Föhn-Kie-Wälder
    • · Spirken-Wälder
    • · Latschenfelder, Grünerlengebüsch
  • Forstämter: Berchtesgaden, St. Martin, Leogang
  • 15.9/1 TB Leoganger Schieferberge

    Geologie: altpaläozoische Tonschiefer und basische Magmatite

    Forstämter: Leogang

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