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aktualisiert 10.05.2011

Forst-Sachverständigenbüro Rittershofer

 

Baumarten

Hier sind Waldbaumarten zusammengestellt, die in unserem Klima überleben könnten. Zu den bekanntesten Baumarten wurden ihre Eigenschaften, Vorkommen, Gefährdung und das, was man im Umgang mit diesen Baumarten vermeiden sollte aufgeführt. Die Baumarten sind nach Ihrem wissenschaftlichen Namen sortiert.

Diese Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten Sie Informationen über die seltenen Baumarten (in unten gezeigter Form) haben dürfen Sie mir diese gerne zusenden.

Weiterhin findet man im Unterverzeichnis von Baumarten auch Informationen über viele Baumarten des Jahres:

2011 Elsbeere - Sorbus torminalis
2010 Vogelkirche - Prunus avium
2009 Berg-Ahorn - Acer pseudoplatanus
2008 Walnuss - Juglans regia
2007 Wald-Kiefer - Pinus sylvestris
2006 Schwarz-Pappel - Populus nigra L.
2005 Rosskastanie - Aesculus hippocastanum L.
2004 Weisstanne - Abies alba MILL.
2003 Schwarz-Erle - Alnus glutinosa L.
2002 Wacholder - Juniperus communis L.
2001 Esche - Fraxinus excelsior L.
2000 Sandbirke - Betula pendula Roth
1999 Silberweide - Sálix álba L.
1998 Wildbirne - Pýrus commúnis L.
1997 Eberesche - Sórbus aucupária L.
1996 Hainbuche - Cárpinus bétulus L.
1995 Spitzahorn - Ácer platanoides L.
1994 Eibe - Taxus baccata L.
1993 Speierling - Sórbus doméstica L.
1992 Bergulme - Ulmus glábra Huds. emend. Moss
1991 Sommerlinde - Tilia platyph´yllos Scop.
1990 Buche - Fágus sylvática L.
1989 Stieleiche - Quércus róbur L.

 

Tanne (Abies alba)
Schattbaumart!!, intensiver Pfahlwurzler, Limitierend nur bei hohem Schwefelgehalt in der Luft: Wasser (>800 mm Niederschlag), mittlere bis höhere Nährstoffansprüche, hohe Wärmeansprüche

nicht: trockene Steilhänge, Auen, stark saure Standorte, rein (allelopathisch)
Gefahr: Spät-Winterfrost, Rauchgase, Verbiß
Vorkommen: Gebirgslagen des südlichen Mitteleuropas, Bergmischwald bis 1600 m (Alpen)
Waldbauliche Bedeutung: Mischbaumart (Bergmischwald) Standort-Stabilisierung (Pseudogley)


Purpurtanne (Abies amabilis)


Balsamtanne (Abies balsamea)


Griechische Tanne (Abies cephalonica)


Zilizische Tanne (Abies cilicica)


Colorado-Tanne (Abies concolor)


Küstentanne (Abies grandis)
Halbschattenbaumart, gewisse Ansprüche an Luft- und Bodenfeuchtigkeit (< Ta), auch auf ärmeren Standorten, spätfrosthart (treibt spät aus), sturmfest, Tiefwurzler, weniger verbißgefährdet, raschwüchsig

nicht: trocken-kontinentale Standorte
Gefahr: Waldbrand, Schneebruch!!
Vorkommen: vgl. Douglasie (NW-Küste USA, Rocky Mountains
Waldbauliche Bedeutung: Freiflächenkultur möglich, Lücken auspflanzen, Mischbaumart (Dgl. ist aber vorzuziehen), Stabilisierung auf Pseudogley wenn für Tanne zu spät, Holz wenig gefragt


Nikko-Tanne (Abies homolepis)


Felsen-, Gebirgstanne (Abies lasiocarpa)


Korktanne (Abies lasiocarpa var. arizonica)


Prachttanne (Abies magnifica)


Nordmann-, Kaukasustanne (Abies nordmaniana)


Numidische-, Algiertanne (Abies numidica)


Spanische Tanne (Abies pinsapo)


Edel-, Silbertanne (Abies procera)


f Sibirische Tanne (Abies sibirica)


Veitch-Tanne (Abies veitchii)


Feld-Ahorn (Acer campestre)
Halbschatt- Lichtbaumart, Herzwurzler, anspruchslos, braucht Wärme, verträgt Trockenheit (mäßig trocken)

nicht: sauer und arm
Gefahr:
Vorkommen: Europa, Kleinasien
Waldbauliche Bedeutung:


Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
Halbschattbaumart, Herzwurzler; anpassungsfähiger, geringere Ansprüche: Wasser, Licht, Tiefgründigkeit als BAh, erträgt Staunässe, nicht frostgefährdet, wärmeliebend

nicht: sehr trocken, stark vergleyt, sauer, arm
Gefahr:
Vorkommen: Europa (-Kaukasus), planar
Waldbauliche Bedeutung: Waldränder


Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
Halbschattbaumart, Herzwurzler, frische, tiefgründige, nährstoffreiche (N) Böden

nicht: trockene, staunasse oder saure Böden => Rendzinen/schwerer Ton
Gefahr:
Vorkommen: mitteleuropäische Gebirge, Schluchtwälder, montan bis submontan bis 1600 m
Waldbauliche Bedeutung: Mischbaumart, wertvolles Holz


Roßkastanie (Aesculus hippocastanum)
Halbschattbaumart, Flachwurzler, humose, tiefgründige, frische, nährstoffreiche Standorte, winterhart

nicht:
Gefahr: Salz
Vorkommen: ganz Europa (<- Balkan), planar bis montan schattige Schluchtwälder
Waldbauliche Bedeutung: Aesculetum, Bergmischwald


Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
Lichtbaumart, Pfahlwurzler mit großer Wurzelenergie und -dicht und Aerenchym -> verträgt Staunässe, sehr klimatolerant, leicht zersetzbare Streu, kalkarme, nährstoffreiche, humose Böden, frosthart

nicht: nährstoffarme Hochmoore (zu saurer)
Gefahr: Dürre
Vorkommen: Eurasien (außer Skandinavien), Ebene bis Bachufer im Gebirge, Bruch- und Auwaldgesellschaft (Alnion)
Waldbauliche Bedeutung: Bodenverbesserung, Vorwald, Lückenauspflanzung, ehemaliger Niederwald, Er-Bruchwald, bis pH 3,5


Grau-Erle (Alnus incana)
Lichtholzart, Luftstickstoff bindend, auch auf trockenen Böden, mittleres Wärmebedürfnis, kalkreiche Kies und Schotterböden

nicht: Staunässe und torfige Standorte
Gefahr:
Vorkommen: NO-Europa, Alpen, Karpaten, montan gelegene Flüsse und Bäche
Waldbauliche Bedeutung: Bodenverbesserung und -stabilisierung auf Bergrutschflächen/Schutthalden, Wurzelbrut


Grün-Erle (Alnus viridis)
Lichtholzart, auf frischen, kalkarmen, nährstoffreichen Böden, Luftstickstoff bindend

nicht: auf Kalk, stagnierende Nässe, trockene Standorte
Gefahr: kaum verbißgefährdet
Vorkommen: Alpen, Karpaten
Waldbauliche Bedeutung: Vorwald (-> Lä, Fi), Bodenstabilisierung und -verbesserung, Latsche des Urgesteins über der Waldgrenze


Sand- und Moor-Birke (Betula pendula und pubescens)
Lichtbaumart, Flachwurzler, aus extrem trockenen (B. pend.) bis moorigen (B. pub.) Standorten

nicht: Kalkstandorte (B. pub.)
Gefahr: Schnee
Vorkommen: Eurasien außer Mittelmeer meist im Tiefland bis max. 1800 m NN
Waldbauliche Bedeutung: Extremstandorte


Hainbuche (Carpinus betulus)
Schattbaumart, Tiefwurzler, frisch, nährstoffreichetiefgründige Standorte, kalkhold, völlig frosthart

nicht: kontinentale warme Sommer, arme saure Standorte
Gefahr:
Vorkommen: Eurasien, Tieflagen (kaum über 800 m NN), Hartholzaue, Ei-HBu-Wald
Waldbauliche Bedeutung: dienendes Schattlaubholz, auf vernäßten Standorten (fast so gut wie Li)


Edel-Kastanie (Castanea sativa)
Halbschattbaumart, Tiefwurzler, sommerwarme, wintermilde, niederschlagsreiche meist Silikatstandorte

nicht: flache Kalkstandorte
Gefahr: Frost (nördlich der Alpen, Endothia parasitica
Vorkommen: (Mittel-), Südeuropa, Nordafrika
Waldbauliche Bedeutung:


Kornelkirsche (Cornus mas)
Licht- bis Halbschattgehölz (Strauch), nährstoff- und kalkreiche, trockene, warme Standorte

nicht:
Gefahr:
Vorkommen: Mittel- und Südeuropa, Kleinasien, Kaukasus, Ei-Wälder
Waldbauliche Bedeutung: Waldränder und Gebüsche


Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)
(Strauch) mäßig trockene bis frische, meist kalkreiche Lehmstandorte

nicht:
Gefahr:
Vorkommen: Europa, Laub- und Auwälder
Waldbauliche Bedeutung: Waldränder und Gebüsche


Buche (Fagus silvatica)
Schattbaumart, Herzwurzler, ausgeglichenes, mäßigfeuchtes, subatlantisches Klima, sehr weite ökologische Amplitude, sehr konkurrenzkräftig

nicht: sehr große Kälte, sehr sauer, Staunässe, trockene flachgründige Standorte, Niederschlag kleiner 600 mm, Spät-/Extremfrostlagen, Überflutung
Gefahr: Spätfrost, Buchenrindennekrose
Vorkommen: Fast ganz Mitteleuropa beherrschend! (wichtig: genügend Feuchtigkeit!)
Waldbauliche Bedeutung: Brotbaum des Laubholzes, nicht auf wechselfeuchten Standorten, gegen Spätfrost: Schirm


Esche (Fraxinus excelsior)
Halbschatt- bis Lichtbaumart, Pfahl- bis Senkerwurzler, frische bis feuchte tiefgründige, nährstoffreiche Standorte, oder flache, kalkreiche, trockene Standorte (“Wasser-” bzw. “Kalkesche” - ohne genetische Differenzierung), ein- bis dreihäusig (eingeschlechtlich oder Zwitter oder beides)

nicht: Kaltluftstau, Staunässe (> 30 Tage trocken, < 85 Tage wasserverfügbar?)
Gefahr: Spätfrost, Verbiß, Krebs
Vorkommen: Eurasien (Winter-Linde), feuchte Hartholzaue, Schluchtwälder
Waldbauliche Bedeutung: nicht mit Fichte, feuchtes Elbh: kalkreich, humusreich, frisch
Vorrat: bis 700 fm/ha Höhe: über 40 m (> ET)


Manna-Esche (Fraxinus ornus)
Mittelgroßer, meist mehrstämmiger Baum mit glatter, buchenähnlicher Rinde. Winterknospen filzig graubraun. Blätter mit 5 oder 7 kurz gestielten und eiförmigen Blättchen, die unterseits an der Mittelrippe bräunlich behaart sind. Blüten mit dem Laubaustrieb, in endständigen, reichblütigen Rispen, zwittrig oder eingeschlechtig, Kelch vierzähnig, vier längliche, weiße Kronblätter, zwei Staubblätter; insektenbestäubt.

nicht:
Gefahr:
Vorkommen: Wärmeliebender Baum S- und SO-Europas, nördlich bis zu den Südalpen (Tessin, Südtirol, Kämten); meist auf Kalk. Begleitende Arten: Hopfenbuche, Edelkastanie, Zürgelbaum, Goldregen u.a.
Waldbauliche Bedeutung: gering bei uns keine. Als "Manna" wird der an der Luft erstarrte, mannithaltige Blutungssaft der Rinde bezeichnet; er ist ein Rohstoff für diverse Arzneimittel. Gewonnen wird er durch Anritzen der Bäume bis zum Kambium im Juli und August. Manna enthält viel Mannit (süßlich schmeckender Alkohol mit honigartigem Geruch) und wird als leichtes Abführmittel sowie gegen Husten verwendet. Angebaut für Mannagewinnung seit dem 15. Jhd. v.a. in Süditallen und Sizilien. Dieses Manna ist nicht identisch mit dem biblischen Manna.


Sanddorn (Hippophae rhamnoides)
Pionier, Lichtbaumart, Tiefwurzler, etwas wärmeliebend, auf Sand und Kies, stickstoffbindend

nicht:
Gefahr:
Vorkommen: Meeresstrände und Gebirgsbachufer Europas
Waldbauliche Bedeutung:


Stechpalme (Ilex aquifolia)
Schattbaumart, frische, mäßig nährstoffreiche, kalkarme Standorte; atlantisches Klima

Gefahr:
Vorkommen: Mitteleuropa bis China, planar bis alpin, Buchenwälder


Walnuß (Juglans regia)
Lichtbaumart, Pfahlwurzler, wärmebedürftig, auf tiefgründigen, frischen, nährstoffreichen Standorten, relativ trockenresistent, pH > 5,5, Durchschnittstemperatur > 11°C

nicht: (Spät-) Frostlagen, zu Niederschlagsreich
Gefahr:
Vorkommen: SW-Mittelasien, S-Mitteleuropa (-800 m), Weinbaugebiete, Auwälder
Waldbauliche Bedeutung: sehr wertvolles Holz


Wachholder (Juniperus communis)
Lichtbaumart, Tiefwurzler, geringe Nährstoffansprüche, trockene bis wechselfeuchte Standorte, kalkarm bis kalkreich

nicht:
Gefahr:
Vorkommen: Eurasien, Nordafrika, Nordamerika, Ebene bis 1900 m, lichte Kiefernwälder, Zwergstrauchheiden, Magerweiden
Waldbauliche Bedeutung:


Lärche (Larix decidua)
Lichtbaumart, Herzwurzler, kontinentales Klima, winterfrosthart; lockere, frische, sauerstoffreiche, mäßig trockene bis mäßig wechselfeuchte Böden, sturmfest, schneebruchsicher, geringe Nährstoffansprüche

nicht: strenge Tone, Pseudogley, kaltfeuchte standorte Nebellagen
Gefahr: Spätfrost, Krebs (v.a. Alpenherkünfte), Maus, Lärchenbock
Vorkommen: Alpen bis 2400 m (Lärchen-Zirbenwald, Sudeten, Karpaten, Polen; Kontinentale, kühle Regionen der Nordhalbkugel, Mischbaumart im Fi-, Ta-, Bu-Wald
Waldbauliche Bedeutung: Mischbaumart v.a. im Bu-Wald (schlecht mit Fi)


Japanische Lärche (Larix leptolepis)
Halblichtbaumart, Herzwurzler, hohe Ansprüche an Luft- und Bodenfeuchtigkeit, mittlerer Nährstoffbedarf, empfindlich gegen Geröll, relativ krebsresistent, rauchhart, verträgt mehr Seitendruck als Lä, raschwüchsig (v.a. in der Jugend)

nicht: trockenes, subkontinentales Klima, mäßig trocken, wechselfeucht, verdichtete Böden
Gefahr: Dürre, Schnee, Sturm, Rotfäule
Vorkommen: montane Lagen Japans
Waldbauliche Bedeutung: Mischbaumart v.a. im Bu-Wald, Vorwald, Nachbesserung, Zeitmischung


Holz-Apfel (Malus sylvestris)
Licht- bis Halbschattbaumart, Flachwurzler, frische, tiefgründige, nährstoff- und basenreiche Böden

nicht:
Gefahr:
Vorkommen:ganz Europa, planar bis collin, Laubmischwald, Auwald, Waldränder, Hecken
Waldbauliche Bedeutung:


Fichte (Picea abies)
Halbschattbaumart, Flachwurzler, Wurzeln mit hohem Sauerstoffbedürfnis, geringe Standortansprüche, Limitierend: Wasser!

nicht: steter Wind, Naßschneelage (Ausnahme: schmalkronige Rassen), Kalk- und N-reiche Standorte, Ackererstaufforstung (Fomes annosus), trockene flachgründige Standorte, Auen, wechselfeuchte und Überschwemmte Standorte (sauerstoffarm <-> Sturm!)
Gefahren: Sturm, Schnee, Rauchgase, Borken- und Rüsselkäfer, Nonne, Hallimasch, Fomes annosus), etwas spätfrostempfindlich
Vorkommen: Eurasien (nicht in W-Europa: Wind), nördliche und obere Baumgrenze
Optimal: feuchte, saure, kühle Standorte, > 50 cm kein freier Kalk im Oberboden (Jura), Ausnahme: hohe Niederschläge, Mindestens: mäßig frisch -> feuchte


Sitka-Fichte (Picea sitchensis)
Halbschattbaumart, Flachwurzler, hohe Feuchtigkeits ansprüche, ausgeglichene Temperatur, fast auf allen Substraten, windhart, wenig verletzungsempfindlich, nährstoffreiche frische Standorte

nicht:
Gefahr: Fröste, Spätfröste, Trockenheit (-> evtl. meerferne Herkünfte), Sturm, Insekten, Hallimasch, Rotfäule, Sitka-Fichten-Laus
Vorkommen: amerikanisch-kanadischer Nebelgürtel an der Pazifikküste
Waldbauliche Bedeutung: Küstenaufforstung


Bergkiefer (Pinus mugo)
Lichtbaumart, Flachwurzler; geringe Nährstoff-, Wasser- und Wärmeansprüche, extrem frost- und windhart, Extremstandorte

nicht: -
Gefahr: Herpotricha nigra, Feuer
Vorkommen: Süd- und Mitteleuropa, montan bis subalpin (Alpen bis 2400 m: Waldgrenze)
Waldbauliche Bedeutung: Erosionsschutz


Schwarz-Kiefer (Pinus nigra)
Halblichtbaumart, Tiefwurzler, flach bis mittelgründige, kalkreiche Böden in sommerwarmen nicht zu trockenen Klimaten, geringe Nährstoffansprüche, dürreresistent, winter- und spätfrostunempfindlich, rauchhart

nicht:
Gefahr:
Vorkommen: Mittel- und Südeuropa
Waldbauliche Bedeutung: schlechtes Holz (Harz!)


Strobe (Pinus stobus)
Halblichtbaumart, Pfahlwurzler, geringe Standortansprüche; widerstandsfest gegen Sturm, Dürre, Frost, resistenter gegen Schneebruch als Ki (-> Ersatzgipfel)

nicht: höher 600 m
Gefahr: Verbiß, Rost (Cronatium ribicola) v.a. Stro > 40 Jahre
Vorkommen: kontinentales O-Amerika, v.a. entlang von Wasserläufen, collin bis submontan (~ 600 m), Lbh-Standorte
Waldbauliche Bedeutung: auch auf trockenen Standorten hohe Massenleistung, bodenverbessernd durch raschen Streuabbau, Vorwaldbaumart für Spätfrostlagen -> Nachbesserung


Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
Lichtbaumart, Pfahlwurzler mit hoher Wurzelenergie, sehr geringe Standortansprüche, sehr anpassungsfähig, frosthart

nicht: freier Kalk (Eisen-Mangan-Mängel -> Dürre), hohe Luftfeuchtigkeit (-> Pathogene), Schneebruchlagen, gut Standorte (-> brausch)
Gefahr: Schneebruch, Lophodermium pinastri
Vorkommen: Polarkreis bis Türkei, Skandinavische/Höhenkiefer: geradschaftig, engringig, spitzkronig, relativ schütteresistent; Mitteleuropa: Rhein-Main-Kiefer
Waldbauliche Bedeutung: v.a. für Extremstandorte (arm, trocken, moorig)


Platane (Platanus acerifolia)
Pl. occidentalis x Pl. orientalis
Lichtbaumart, Tiefwurzler, frische tiefgründige Standorte, weitgehend winterhart, rauchhart

nicht:
Gefahr:
Vorkommen: ganz Europa
Waldbauliche Bedeutung: keine (Alleebaum)


Weiß-Pappel (Populus alba)
Lichtbaumart, meist Flachwurzler, auf teilweise überfluteten, frischen, feuchten bis mäßig trockenen, nährstoff- und basenreichen Standorten, wärmebedürftig, dürreunempfindlich

nicht: Staunässe
Gefahr:
Vorkommen: Westsibirien bis Nordafrika, Hartholzaue
Waldbauliche Bedeutung:


Grau-Pappel (Populus canescens)
tremula x alba, standorttollerant, windverträglich

nicht:
Gefahr:
Vorkommen: Mitteleuropa bis W-Asien, Auwälder großer Flußniederungen
Waldbauliche Bedeutung:


(Populus deltoides)
deltoides x nigra (var. robusta)
Extreme Lichtbaumart; nährstoffreiche, gut durchlüftete Böden, wärmeliebend, gut wasserversorgte Standorte

nicht: pH < 7
Gefahr: rostempfindlich
Vorkommen: SO-Kanada, O-USA
Kultur-Pappel: Muhle-Larsen, Androscoggin, Rochester


Schwarz-Pappel (Populus nigra)
Lichtbaumart, meist Flachwurzler, auf feuchten bis nassen, periodisch überfluteten, nährstoff- und basenreichen Sand- und Lehmböden, etwas wärmeliebend

nicht: trockene Standorte, Staunässe
Gefahr: Dürre
Vorkommen: Westsibirien bis Nordafrika, Auwälder großer Flußniederungen
Waldbauliche Bedeutung:


Aspe (Populus tremula)
Lichtbaumart, Flach bis Tiefwurzler, Standorttollerant, frosthart, kaum dürregefährdet, erträgt Kälte, auch saure Substrate, stehendes Wasser

nicht: > 900 m Niederschlag, pH > 7 (pH < 4,5)
Gefahr: Zwischenwirt für Kieferndrehrost
Vorkommen: Eurasien, planar bis alpin
Waldbauliche Bedeutung: Vorwald, Mischbaumarten in Extremlagen


Balsam-Pappel (Populus trichocarpa)
Halbschattbaumart, geringe Bodenansprüche

nicht:
Gefahr: wenig krankheitsanfällig
Vorkommen: N-USA
Waldbauliche Bedeutung: Waldbaum


Kirsche (Prunus avium)
Halbschattbaumart, Flachwurzler, auf nährstoff- und basenreichen, trockenen bis mäßig feuchten Standorten, etwas wärmeliebend, trockenresistent!

nicht: dichte Böden (Gummifluß)
Gefahr: Stammfäule ab 80 Jahre
Vorkommen: Mitteleuropa bis Asien, planar bis alpin
Waldbauliche Bedeutung: wertvolles Holz, im Reinbestand mit dienendem Schattlaubholz (Wald-Kir), (Rhön/Bad Königshofen), DKV-Herkunft


Traubenkirsche (Prunus padus)
Halbschattbaumart, tiefgründige, nährstoffreiche, kontinentale Standorte mit grundfeuchten (frisch bis feucht) Böden

nicht:
Gefahr:
Vorkommen: Eurasien, Auwälder, feuchte Gebirgslaubwälder
Waldbauliche Bedeutung: Auwald


Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina)
Halbschattbaumart, tiefgründige, kontinentale Standorte mit grundfeuchten (frisch bis feucht) Böden

nicht:
Gefahr: wächst wie “Unkraut” und ist nur schwer bis fast gar nicht mehr loszubekommen
Vorkommen: NO-Amerika
Waldbauliche Bedeutung: bodenverbessernd, kein sehr gutes Holz in Europa


Douglasie (Pseudotsuga menziesii var. glauca/caesia)
Halbschatt- bis Halblichtbaumart
caesia: relativ frosthart, gute Massenleistung, relativ Rabdocline pseudotsugae-resistent, nicht im atlantischen Klima
Vorkommen: östlicher Kaskadenkamm Kamloops, Fraser River (westliche Rocky-Mountains)
glauca: weniger wüchsig, frosthart, sehr Rhabdocline pseudotsugae-anfällig!


Douglasie (Pseudotsuga menziesii var. viridis)
Herzwurzler, Halbschatt- bis Lichtbaumart, subatlantische Rassen (Snoqualmie, Darrington), subkontinentale Rassen (Agassie, Tacoma), bis mäßig trockene Standorte, geringe Nährstoffansprüche, konkurrenzempfindlich, ausgeglichene Niederschläge und Temperatur

nicht: stark saure, tonige kalkhaltige Standorte, wenn Kalk >30 cm im Oberboden, z.Z.nur zum Plombieren in Obb. (u.U. Tertiär) und Bu/Lbh-Blöcke in Douglasien-Reinbeständen, < 700 mm Niederschlag, Temperaturunterschiede > 20°C, < 140 Vegetationstage
Gefahr: Frosttrockenis, Rhabdocline (weniger), Phäocryptopus unter Schirm (nicht schlimm), Phomopsis pseudotsugae (-> Asten im Sommer), empfindlich bei Pflanzung
Vorkommen: Küste bis Kaskaden, NW-USA
Waldbauliche Bedeutung: hohe Massenleistung (bis 18 fm)leichte Streuzersetzung, resistent gegen Fomes und Verletzungen => für Nachbesserungen, Reinbestand, Astung
Wichtig: Provinienz, Zeitmischung schwierig, optimal gut durchlüftete Bestände (pH 5-5,5), relativ trockenresistent, sturmfest, schälsicher, mindestens 150 frostfreie Tage!


Holz-Birne (Pyrus communis)
Licht- bis Halbschattbaumart, Tiefwurzler, frische bis mäßig trockene, nährstoff- und basenreiche meist kalkhaltige Standorte, sommerwarme Lagen, planar bis submontan (-850 m)

nicht:
Gefahr:
Vorkommen: Europa, Westasien, Ei-Ul-Auwald, Ei- Mischwald, (Trocken-) Hecken
Waldbauliche Bedeutung:


Trauben-Eiche (Quercus petrea)
(Halb-) Lichtbaumart, Pfahlwurzler, wärmebedürftig, verträgt trockene Standorte (< 650 m NN)

nicht: sehr kalkige, sehr arme, sehr tonige, vernäßte Standorte, nicht in Auen
Gefahr: Spätfrost (Ei-Wickler, Frostspanner, Schwammspinner)
Vorkommen: geht weniger weit nach Norden als SEi, fehlt im kontinentalen Europa (West UdSSR), collin bis submontan
Waldbauliche Bedeutung: Mischbaumart


Stiel-Eiche (Quercus robur)
Lichtbaumart, Pfahl-Herzwurzler, hohe Ansprüche an Luft- und Bodenfeuchtigkeit und mineralischer Nährstoffgehalt, robuster als TEi, Ansprüche an Wärme (< 600 m NN)

nicht: trockene, kalte Standorte
Gefahr: Spätfrost, starke Winterfröste, Reh, Maus, Ei- Wickler
Vorkommen: Europa bis Finnland außer Spanien, Hartholzaue, SEi-HBu-Wald auf schweren Böden, saure Ei-Bi oder Ki-Ei-Wald: sandig bodenfeucht
Waldbauliche Bedeutung: mit HBu, WiLi, Bu, Es, Ul; bis 20 cm organische Auflage, Kontinentaler als TEi


Rot-Eiche (Quercus rubra)
Lichtbaumart, auch auf mäßigen Standorten, rauchhart, bodenverbessernd, verträgt viel Schatten (UZ!)

nicht: Staunasse Standorte, flachgründig, (Kalk)
Gefahr: kaum, etwas Spätfrost, etwas Schneebruch, Wild kaum
Vorkommen: Kontinental NO-USA und Appalachian, Saatgut auch aus Deutschland
Waldbauliche Bedeutung: gefährdete (Erstaufforstung) und geringe Standorte, bis organische Auflage 30 cm, trockene Sande


Kreuzdorn (Rhamnus cathartica)
Licht- bis Halbschattstrauch, flachgründige, mäßig trockene, basen- und kalkreiche, steinige Böden sonnige Lagen

nicht: staunasse Standorte
Gefahr:
Vorkommen: Eurasien, NW-Afrika, planar bis alpin (Alpen bis 1300 m)
Waldbauliche Bedeutung: Hecken, Waldränder


Faulbaum (Rhamnus frangula)
(Strauch) meist auf tiefgründigen, feuchten, bis sumpfigen, sauren Böden, geringe Bodenansprüche, sehr naß bis sehr trocken

nicht: Kalk
Gefahr:
Vorkommen: Eurasien, NW-Afrika, v.a. Bruch-, Moor- und Auwälder
Waldbauliche Bedeutung:


Robinie (Robinia pseudoacacia)
Lichtbaumart, Pfahlwurzler, allelopathische Wirkung, schwer zersetzbare Streu, rauchhart, anspruchslos

nicht: vernäßte Standorte
Gefahr: Frühfrost, abgegebene Giftstoffe verhindern Wachstum anderer Baumarten, “Unkraut”
Vorkommen: N-Amerika -> Europa, warme Lagen des Tief- und Hügellandes
Waldbauliche Bedeutung: Bodenbefestigung, -verbesserung, gutes Holz, Bienenweide, Schutthalden


Silberweide (Salix alba)
Lichtbaumart, sommerwarme Tieflagen, wechselfeuchte, basen- und nährstoffreiche, meist kalkhaltige, sandige bis tonige Böden

Vorkommen: Eurasien, Weichholzaue
Waldbauliche Bedeutung: Ufersicherung, Pionier, Landschaftsbild


Sal-Weide (Salix caprea)
Lichtbaumart, anspruchslos (an Bodenluft - vor allem überschwemmte Auenbereiche)

Gefahr:
Vorkommen: Eurasien, planar bis alpin (2000 m), Waldlichtungen
Waldbauliche Bedeutung: Bienen


Besenginster (Sarotamnus scoparius)
Lichtholzart, Pfahlwurzler

nicht: Kalk, Staunässe, Hochlagen
Gefahr: Frost
Vorkommen: NW-Europa
Waldbauliche Bedeutung: Verbesserung stickstoffarmer Standorte


Mehlbeere (Sorbus aria)
Lichtbaumart, Tiefwurzler, kalkhaltige, warme Standorte, sehr anspruchslos, frosthart

nicht:
Gefahr:
Vorkommen: Eurasien, planar bis subalpin
Waldbauliche Bedeutung:


Vogelbeere (Sorbus aucuparia)
Pionier, frosthart, Klimafest, anspruchslos, hohes Ausschlagsvermögen, leicht zersetzliche Streu

nicht: -
Gefahr: -
Vorkommen: Eurasien bis Sibirien (boreal-submontan), Gebirgs-Nadelwald bis 2400 m
Waldbauliche Bedeutung: Vorwald, Landschaftsästhetik, Bodenverbesserung und -sicherung, Allelophilie mit Fi


Speierling (Sorbus domestica)
Halbschattbaumart, Tiefwurzler, mäßig trockene bis frische, kalkreiche, nährstoffreiche Böden

nicht:
Gefahr: spätfrostempfindlich
Vorkommen: SW-Mitteleuropa bis Kleinasien, Nordafrika


Elsbeere (Sorbus torminalis)
Halbschattbaumart, Tiefwurzler, kalkreiche bis mäßig saure, mäßig trockene bis mäßig frische, warme Standorte

nicht: feuchte Mulden
Gefahr:
Vorkommen: Mittelmeerraum, Süd-, West-, Mitteleuropa, planar bis collin, z.B. Cephalanthero-Fagion
Waldbauliche Bedeutung: sehr wertvolles Holz


Eibe (Taxus baccata)
Schattbaumart, Tiefwurzler, ozeanisches Klima winttermild, feucht), vor allem frische, lockere, nährstoff- und kalkreiche Böden

nicht:
Gefahr: Winter- und Spätfröste, Kahlschlag
Vorkommen: Europa, Nordafrika, Kaukasus, Kleinasien, Ebene bis Mittelgebirgslagen
Waldbauliche Bedeutung: Unterstand, vom Aussterben bedroht


Winter-Linde (Tilia cordata)
Schattbaumart, Tiefwurzler (wurzelintensiv), mittlere Standorte (kalkliebend), frisch bis mäßig trocken, breite Standortamplitude, mäuseresistent, geringe Frostempfindlichkeit

Gefahr: Rauchgase, Köpfung -> Nectria, (Verbiß, Spätfrost)
Vorkommen: Eurasien, planar bis 1400 m (Alpen), sommerwarme Laubmischwälder
Waldbauliche Bedeutung: Wald-Linde, z.T. als dienende Schattbaumart (im Alter lichtbedürftiger, weniger plastisch als Buche und Hainbuche), unterliegt dem Saatgutgesetz!


Sommer-Linde (Tilia platiphyllos)
Lichtbaumart; höhere Ansprüche an Luft- und Bodenfeuchtigkeit, Wärme (sommerwarm, wintermild), nährstoff- und basenreiche Standorte, raschwüchsig

nicht: zur Eiche
Gefahr:
Vorkommen: Mitteleuropa (südlicher, enges Verbreitungsgebiet), Schluchtwälder, Laubmischwälder des Berg- und Hügellandes, auf trockenen Juraköpfen
Waldbauliche Bedeutung: Dorf-Linde, Frucht: größer, gerippt als WiLi


Westliche Hemlockstanne (Tsuga heterophylla)


Kanadische Hemlockstanne (Tsuga canadensis)


Berg-Hemlockstanne (Tsuga mertensiana)


Berg-Ulme (Ulmus glabra)
Halbschattbaumart, Pfahlwurzel, weniger hohe Wärmeansprüche, nur beste Standorte, frische Standorte

nicht:
Gefahr: Ulmensterben
Vorkommen: Europa außer Spanien, Berg- und Schluchtwald
Waldbauliche Bedeutung: Mischbaumart, wertvoll


Flatter-Ulme (Ulmus laevis)
Halbschattbaumart, Tiefwurzler, auf nährstoffreichen, grundfeuchten (auch staunassen) bis mäßig trockenen Standorten, sehr wärmebedürftig

nicht:
Gefahr: Ulmensterben, Frühfrost, Verbiß
Vorkommen: Ei-reiche Auwälder des osteuropäisches Flachlandes
Waldbauliche Bedeutung: wertvolles Holz


Feld-Ulme (Ulmus minor)
Halbschatt- bis Lichtbaumart, Pfahl- (Herz-) Wurzler, hohes Wärmebedürfnis, nur auf besten Standorten, nicht spätfrostgefährdet

nicht: arme oder höhere Lagen
Gefahr: Ulmensterben
Vorkommen: Mittel- und Südeuropa, Kleinasien, tiefere Lagen vor allem Auwälder, Ei-Mischwald
Waldbauliche Bedeutung: wertvolles Holz, auch überflutete Standorte

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